Runder Tisch erörtert Fragen regionaler Vermarktung erneuerbarer Energien
Rentabilität von Windparks

Kreis Steinfurt -

Windkraftanlagen auch künftig rentabel zu betreiben, ist eine Herausforderung für die Windmüller. Wie es gelingen kann, darüber hat der „Runde Tisch Windenergie“ im Kreis Steinfurt mit Jan Dobertin diskutiert.

Sonntag, 12.11.2017, 12:11 Uhr

Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbare Energien (4.v.l.), diskutierte mit dem Runden Tisch Windenergie im Kreis Steinfurt über Windkraftanlagen.
Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbare Energien (4.v.l.), diskutierte mit dem Runden Tisch Windenergie im Kreis Steinfurt über Windkraftanlagen. Foto: Kreis Steinfurt

Windkraftanlagen auch künftig rentabel zu betreiben, ist eine Herausforderung für die Windmüller. Wie es gelingen kann, darüber hat der „Runde Tisch Windenergie“ im Kreis Steinfurt mit Jan Dobertin diskutiert. Der Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE) war auf Einladung des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises nach Steinfurt gekommen.

 Die Teilnehmer, so schreibt der Kreis in einer Pressemitteilung, haben sich transparente Strompreise, faire Marktbedingungen und Planungssicherheit gewünscht. Angesichts der Tatsache, dass Windstrom in unserer Region für rund fünf Cent pro KWh erzeugt werden könne, die Endverbraucher dagegen jedoch 25 bis 30 Cent zahlten, müssten bessere Voraussetzungen für die regionale Vermarktung der klimafreundlichen Energie geschaffen werden. Konkret nannten die Teilnehmer des Runden Tisches die Reduzierung von Steuern, Umlagen und Entgelten.

Auch der vollständige Austausch älterer Windenergieanlagen gegen moderne, leistungsfähigere Modelle (Repowering) sowie die Sektorenkopplung, bei der Strom-, Wärme-, Gasnetze und auch der Mobilitätsbereich verbunden werden, waren Thema. „Im Kreis Steinfurt ist eine Studie geplant, die das Repowering-Potenzial und Möglichkeiten der Sektorenkopplung untersuchen soll“, teilte Ulrich Ahlke, Leiter des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, dem Runden Tisch in diesem Zusammenhang mit. Dobertin machte den Akteuren Mut für ihre Vorhaben und lobte das Engagement im Kreis: „Das energieland2050 mit seinen Erfolgen, Ergebnissen und Erkenntnissen wird nicht nur landesweit, sondern auch bundesweit positiv als Vorreiterregion wahrgenommen.“

 Das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit organisiert seit vier Jahren regelmäßig den „Runden Tisch Windenergie“. Vertreter der Naturschutzverbände, Kommunen, Planungs- und Gutachterbüros, Windbauern, Umweltbehörden, Biostationen, Stadtwerke, Kreissparkassen und Volksbanken begleiten den Windenergieausbau im Kreis Steinfurt.

Zum Thema

Ein kurzes Interview mit Jan Dobertin gibt es im Internet.

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