Kreispolizei und Wohnungsverein Rheine
Kooperation: Zuhause sicher fühlen

Kreis Steinfurt/Rheine -

Wenn der Wohnungsverein Rheine eine Wohnung saniert, hat die Polizei künftig ein Wörtchen mitzureden. Und zwar dann, wenn es um Standards für die Einbruchssicherheit geht. Das ist jetzt vertraglich geregelt – eine Premiere.

Dienstag, 09.01.2018, 17:01 Uhr

Per Unterschrift besiegeln Ludger Hellkuhl, Vorstandsvorsitzender des Wohnungsvereins Rheine (2. v. l.), und Landrat Dr. Klaus Effing (2. v. r.) ihre Kooperation.
Per Unterschrift besiegeln Ludger Hellkuhl, Vorstandsvorsitzender des Wohnungsvereins Rheine (2. v. l.), und Landrat Dr. Klaus Effing (2. v. r.) ihre Kooperation. Foto: Erhard Kurlemann

Premiere im Kreis Steinfurt: Der Wohnungsverein Rheine und die Kreispolizeibehörde haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Bei der Unterzeichnung sagte Vorstandsvorsitzender Ludger Hellkuhl, Ziel sei es, zur Verhinderung von Wohnungseinbrüchen in Mietwohnungen und Wohnquartieren eng zu kooperieren. Landrat Dr. Klaus Effing betonte, ein Wohnungseinbruch an sich hinterlasse oft mehr als nur den materiellen Schaden. „Oft bleiben psychische Schäden, weil Menschen nicht damit klarkommen, dass jemand in ihren Sachen herumgewühlt hat.“

Er freue sich, dass es diese Kooperation gebe. Für den Kreis Steinfurt lasse sich zunächst feststellen, dass auch 2017 die Zahl der Wohnungseinbrüche erneut gesunken sei. „Seit 2014 gehen die Zahlen kontinuierlich zurück“. Auch die Arbeit der Polizei leiste dazu ihren Beitrag, wie nicht zuletzt rund 1200 Beratungsgespräche in Sachen Prävention im Jahr 2017 dokumentierten. Zudem seien die Menschen für

Gerade Türen sollten Einbrechern möglichst lange stand halten.

Gerade Türen sollten Einbrechern möglichst lange stand halten. Foto: colourbox.com

das Thema sensibler geworden. Dazu gebe es eine immer bessere Sicherheitstechnik, die helfe, das Zuhause vor Einbrüchen zu schützen. Einbrecher wollten meist schnell an die Ziel. Je schwieriger das werde, desto schneller seien sie wieder weg.

Ludger Hellkuhl führte aus, es liege im Interesse des Wohnungsvereins, dass sich die Mieter in ihren Wohnungen sicher fühlen könnten. Deshalb stehe bei anstehenden Neubauten oder Sanierungen das Gespräch mit der Polizei auf dem Plan, wie dieses am besten zu verwirklichen sei. Rund 200 der rund 1700 Wohnungen sollen nach den Worten Hellkuhls bis Ende 2018 nach den besten Möglichkeiten einbruchssicher ausgestattet sein.

Leitender Polizeidirektor Frank Fichtner betonte, oft seien schon „kleine Maßnahmen der erste Schritt zu mehr Sicherheit“. Unbeleuchtete Hintereingänge oder ausladend gewachsene Sträucher oder Hecken böten Einbrechern Schutz, der ihnen leicht zu nehmen sei. „Immer häufiger wenden sich Menschen auch an die Polizei, wenn sie etwas Merkwürdiges beobachten“. Er hoffe, dass der Kooperationsvertrag viele weitere Nachahmer finde. „Der Kreis Steinfurt muss für Einbrecher unattraktiv werden.“

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