Nahverkehrsplan Kreis Steinfurt
Mobilität in die Fläche bringen

Kreis Steinfurt -

Es wird konkret. Bevor die Kreispolitik Mitte Mai über den kompletten Entwurf des neuen Nahverkehrsplans entscheidet und das Anhörungsverfahren eröffnet wird, haben die Kommunen im Kreis Steinfurt jetzt die Möglichkeit, sich über die Pläne zu informieren und Anregungen und Bedenken bereits im Vorfeld des eigentlichen Beteiligungsverfahrens zu formulieren.

Freitag, 09.03.2018, 15:03 Uhr

In der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses des Kreises Steinfurt haben Mathias Schmechtig und Kirsten Krasel vom beteiligten Gutachterbüro plan:mobil/NahverkehrsConsult Kassel noch einmal die Grundzüge des Pakets vorgestellt. Empfohlen wird, etwa 430 000 zusätzliche Fahrplan-Kilometer pro Jahr in der Fläche zu schaffen. Grob geschätzt könnte das bis zu einer Million Euro zusätzliche Kosten verursachen.

Die Gutachter stellen fest, dass das ÖPNV-Angebot im Kreis Steinfurt „überwiegend als gut zu bewerten“ sei. Für 90 Prozent der Bevölkerung sei eine Haltestelle, die einmal pro Stunde angefahren werde, in 700 Metern Entfernung schon jetzt erreichbar. Auswirkungen der demografischen Entwicklung, steigende Anforderungen des Klimaschutzes sowie Änderungen im Mobilitätsverhalten, veränderte Lebens- und Arbeitsrhythmen der Menschen seien aber der Grund, die Weichen für eine längerfristige Entwicklung grundlegend neu zu stellen.

So macht die Fortschreibung des Plans eine ganze Reihe konkreter Verbesserungsvorschläge. Das Fahrplanangebot soll den veränderten Bedürfnissen angepasst, erweitert und flexibler, Verbindungen durchgängiger und besser miteinander verknüpft sowie Randlagen besser bedient werden. Defizite, so die Gutachter, bestehen insbesondere an Wochenenden sowie im Früh- und Spätverkehr.

Darüber hinaus gibt es einen ganzen Katalog, wie die Städte und Gemeinden ihre Infrastruktur etwa durch Fahrradabstellanlagen, Bike & Ride-Stationen, Car-Sharing, Ausweiten von Bürgerbus-, Einkaufs- oder Shuttle-Service-Projekten verbessern können.

Jede Kommune kann und soll in Eigenregie entscheiden, ob, wie und mit welcher Intensität sie „Mobilität in die Fläche bringen“ will.

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