Formales Beteiligungsverfahren für den Nahverkehrsplan
Der nächste Schritt

Kreis Steinfurt -

In dem seit fast drei Jahre laufenden Verfahren, den Nahverkehrsplan für den Kreis Steinfurt fortzuschreiben und das damit verbundene und mittlerweile weit über 300 Seiten dicke Gesamtpakt zu verabschieden, kann der nächste Schritt gemacht werden. Der Fachausschuss für Verkehr hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, das sogenannte formale Beteiligungsverfahren einzuleiten.

Mittwoch, 23.05.2018, 19:00 Uhr

In dem seit fast drei Jahre laufenden Verfahren, den Nahverkehrsplan für den Kreis Steinfurt fortzuschreiben und das damit verbundene und mittlerweile weit über 300 Seiten dicke Gesamtpakt zu verabschieden, kann der nächste Schritt gemacht werden. Der Fachausschuss für Verkehr hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, das sogenannte formale Beteiligungsverfahren einzuleiten.

Als richtig und sinnvoll haben die Mitglieder des Gremiums den Weg beurteilt, die kreisangehörigen Kommunen in einem vorgezogenen Verfahren in die Planungen einzubeziehen. Insgesamt haben zwölf Städte und Gemeinden von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Zum Teil, so teilt die Steinfurter Kreisverwaltung dem Fachausschuss mit, habe es sich um redaktionelle Anmerkungen gehandelt. Die Anregungen aus Emsdetten (die Order für einen Taxibus zum Krankenhaus Borghorst zu vereinfachen), aus Steinfurt (die Linienbus-Anbindung des Gymnasiums Arnoldinum zu verbessern) und aus Wettringen (ein Fahrradbusangebot auf der Linie R 80 Burgsteinfurt-Rheine während der Radsaison zu prüfen) sind aufgenommen worden und müssen nun in den betroffenen Kommunen abgewägt werden.

Obwohl die Abstimmung einstimmig erfolgte, das Beteiligungsverfahren jetzt einzuleiten, wurde Kritik laut. Anneli Hegerfeld-Reckert bemängelte, dass man es bei dem Entwurf versäumt habe, Visionen zu entwickeln. Der Sozialdemokratin fehlten „zukunftsweisende Konzepte“. Zudem würden ihrer Meinung nach beide Kreisteile ungleich behandelt.

Wilfried Grunendahl (CDU) sprach hingegen von sichtbaren Verbesserungen. Es sei an der Zeit gewesen, die alten Pläne zu modernisieren und Bedürfnissen und Anforderungen neuer Mobilität anzupassen.

Schließlich einigte sich der Ausschuss darauf, zunächst die Stellungnahmen der betroffenen Gebietskörperschaften abzuwarten. Auch Zweckverbände, Verkehrsunternehmen, Behinderten- und Seniorenvertretungen, Bürgerbus-Vereine, Fahrgastverbände oder die Kreishandwerkerschaft werden beteiligt.

In einer Sondersitzung nach den Sommerferien wollen die Politiker weitere Anregungen und Bedenken dann noch einmal in aller Ruhe erörtern. Ein endgültiger Beschluss könnte im September gefasst werden.

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