Innovationslabor Münsterland eröffnet
Einfach am Ball bleiben

Steinfurt/Münster -

„Unser Programm bietet vor allem eines: Unterstützung.“ Projektleiterin Sally Friedrich ist zuversichtlich, dass viele Geschäftsideen durch das Innovationslabor Münsterland unterstützt werden können.

Mittwoch, 13.06.2018, 11:24 Uhr

Eröffneten das Innovationslabor Münsterland (von links): Dr. Elisa Franz (WWU Münster), Prof. Dr. Tobias Rieke, Projektmitarbeiter Daniel Schaschek, FH-Vizepräsident Carsten Schröder, Annika Thomas (Technologieförderung Münster), Projektleiterin Sally Friedrich.
Eröffneten das Innovationslabor Münsterland (von links): Dr. Elisa Franz (WWU Münster), Prof. Dr. Tobias Rieke, Projektmitarbeiter Daniel Schaschek, FH-Vizepräsident Carsten Schröder, Annika Thomas (Technologieförderung Münster), Projektleiterin Sally Friedrich. Foto: FH Münster/Pressestelle

Brillante Geschäftsideen gibt es im Münsterland viele. Etliche mittelständische Unternehmen auch. Aber: Der Wettbewerb ist knallhart. Wer da nicht am Ball bleibt, ist schnell wieder weg. Technische Innovationen voranzutreiben und potenzielle Gründer zu unterstützen, das ist die Idee des Innovationslabors Münsterland. Jetzt ist es im smart.lab des Instituts für Technische Betriebswirtschaft (ITB) des Münster Centrum für Interdisziplinarität (MCI) der FH Münster an der Bismarckstraße in Burgsteinfurt eröffnet worden. Rund 35 Gäste waren dabei.

„Dank der vielen, vor allem mittelständischen Un­ternehmen in unserer Region sind wir Weltmeister mit Blick auf unsere regionale Wirtschaftsstruktur“, sagte Carsten Schröder, FH-Vizepräsident für Forschungsmanagement und Transfer sowie Geschäftsführer der TAFH Münster GmbH. „Wir müssen aber aufpassen, dass das so bleibt und wir nicht in die Regionalliga absteigen!“

Wie schnell das passieren kann, erläuterte Prof. Dr. Tobias Rieke von der FH Münster in seinem Vortrag über die Herausforderungen bei der Entwicklung von disruptiven Innovationen. „Wenn neue Innovationen kommen, ersetzen diese bestehende Technologien. Und das führt zu weitreichenden Veränderungen“, so Rieke. So werde Musik heutzutage primär online gekauft – und nicht mehr auf CD oder gar Kassette. Und die digitale Fotografie habe die analoge fast vollständig verdrängt, nannte Rieke Beispiele. „Innovationen können durch Start-ups deutlich einfacher herbeigeführt werden als durch große, bereits fest im Markt etablierte Unternehmen“, so Rieke. Denn Start-ups agierten meist flexibler, sie sind spontaner und mutiger. Und sie machten das, womit viele Marktführer erfolgreich geworden sind: „Sie setzen den Kunden in den Fokus“.

Wie aber wird aus einer richtig guten Idee ein Geschäftsmodell? „557 000 Gründungen gab es in Deutschland 2017. Wir finden, da ist noch Luft nach oben“, sagte Sally Friedrich, Projektleiterin des Innovationslabors Münsterland. Deshalb wurde das Akademieprogramm ins Leben gerufen. Es bietet vor allem eins: Unterstützung. Dank individueller Coachings, Workshops und Seminare behandelt es gezielt die Themenbereiche, die für die Entwicklung des jeweiligen Vorhabens relevant sind. „Außerdem vernetzen wir Gründer mit erfahrenen Unternehmern aus der Region. Und wir stärken den interdisziplinären Austausch zwischen den Gründungsinteressierten. Rückendeckung bekommen, das ist für viele ganz zentral“, so Friedrich.

 

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