Sicherheit ein Dauerbrenner
Innenminister Reul setzt auf Technik

Kreis Steinfurt -

Das Thema Sicherheit bewegt die Menschen“, meint Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Er durfte sich am Donnerstag bestätigt fühlen: Der Saal im „Deutschen Haus“ in Reckenfeld war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Freitag, 22.06.2018, 17:00 Uhr

Für Innenminister Herbert Reul ist die Frage der Sicherheit und die Akzeptanz des Staates mit ihren Polizisten ein wichtiger Aspekt in unserer Demokratie. Das macht er bei seinem Vortrag deutlich.
Für Innenminister Herbert Reul ist die Frage der Sicherheit und die Akzeptanz des Staates mit ihren Polizisten ein wichtiger Aspekt in unserer Demokratie. Das macht er bei seinem Vortrag deutlich. Foto: Lucas Pals

Das Thema Sicherheit bewegt die Menschen“, meint Herbert Reul (CDU ), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Er durfte sich am Donnerstag bestätigt fühlen: Der Saal im „Deutschen Haus“ in Reckenfeld war bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf Einladung der CDU-Kreisvorsitzenden Christina Schulze Föcking referierte Reul über die Sicherheit in Deutschland und im speziellen in NRW. Landrat Dr. Klaus Effing sowie Frank Fichtner, Polizei-Abteilungsleiter des Kreises, berichteten über die Sicherheit im Kreis.

Schulze Föcking freute sich, zu dem Thema „Mehr Sicherheit in NRW“ einen Referenten gewonnen zu haben, „der kein Blatt vor den Mund nimmt.“ Dies bestätigte Reul direkt: „Man kann immer viel versprechen, aber wir müssen ehrlich sein: 100 Prozent Sicherheit wird es nie geben“ und „Man kann nicht morgen die Welt retten“.

„Sicherheit war bei den Menschen vor drei Jahren noch auf Platz zehn, jetzt ist es auf Platz vier“, führte der Minister aus. „Was mir Sorgen bereitet ist der Vertrauensverlust in den Staat. Daher müssen wir die Frage der Sicherheit besser beantworten. Dafür braucht das Land besonders viele gute Leute“, so Reul weiter. „Unser Problem ist, dass nicht genug Leute eingestellt wurden.“ Wichtig sei es, die Polizei zu entlasten: „Muss die Polizei für alles zuständig sein? Auch sei im IT-Bereich die Polizei im Kreis Steinfurt noch in der Steinzeit. Das müsse sich ändern.

Ein wichtiger Aspekt für den Minister ist Respekt. „Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Polizei mehrheitlich nicht mehr respektiert wird. Die Beamten, eigentlich Freund und Helfer, müssen als solche wieder angesehen werden. Dafür könne sie selber etwas tun: denn es gibt Regeln, die auch im Kleinen konsequent angewendet werden müssen.“

Für den Minister ist der Einsatz neuer Techniken wie Video-Überwachungen, Gesichtserkennung oder Body-Cams wichtig, auch wenn das viele Menschen nicht wollen. Aber einen Überwachungsstaat will der Minister auf keinen Fall.

Landrat Effing bestätigte, dass auch im Kreis die Zahl der verbalen Angriffe gegenüber Polizisten gestiegen ist.“ Doch für Effing ist der Kreis so sicher wie lange nicht mehr. Die Trendwende bei Wohnungseinbrüchen halte seit 2014 an, die Zahl der Verkehrsunfälle liege unter dem Landesschnitt und Hinweise auf terroristische Gefährdung gebe es nicht. Eine Herausforderung für die 660 Polizisten in den sieben Wachstandorten im Kreisgebiet sei allerdings die Fläche im zweitgrößten Kreis in NRW. Ein schwierige Aufgabe und eine echte Herausforderung für die Einsatzkräfte.

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