Kreishandwerkerschaft spricht 320 junge Frauen und Männer nach Ausbildung frei
„Ausbildung ist Weiterbildung“

Kreis Steinfurt -

Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf hat am Dienstag in Ibbenbüren 320 junge Frauen und Männer nach Ende ihrer Ausbildungszeit freigesprochen. Prominente Gäste waren eine Bundesministerin und ein Model.

Mittwoch, 18.07.2018, 15:48 Uhr

Bevor die Zeugnisse und Gesellenbriefe am Dienstagabend im Bürgerhaus in Ibbenbüren ausgegeben wurde, wurden die Besten der Sommerprüfungen 2018 ausgezeichnet. Sie haben mindestens 87 Prozent der Höchstpunktzahl in ihren Gesellen- und Abschlussprüfungen erreicht.
Bevor die Zeugnisse und Gesellenbriefe am Dienstagabend im Bürgerhaus in Ibbenbüren ausgegeben wurde, wurden die Besten der Sommerprüfungen 2018 ausgezeichnet. Sie haben mindestens 87 Prozent der Höchstpunktzahl in ihren Gesellen- und Abschlussprüfungen erreicht. Foto: Drunkenmölle

Blaumann oder Blümchenkleid? Keine Frage für Sandra Hunke . Sie trägt beides gerne. Als Anlagenmechanikerin, Model und mittlerweile bei RTL II auch als TV-Moderatorin steht die selbstbewusste „Miss Handwerk“ sowohl auf der Baustelle als auch auf dem Laufsteg ihre Frau. Morgens auf der Baustelle Toiletten installieren, abends auf den Catwalk Mode präsentieren. Kaum ein Job klingt weiter entfernt vom Scheinwerferlicht der Fashion-Welt. Wie sie das alles unter einen Hut bringt? Flexibel, aufgeschlossen für Veränderungen, wandelbar muss man sein, ist die 25-Jährige überzeugt. Ein Stichwort, das wie eine Vorlage für Frank Tischner , Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (KH) Steinfurt-Warendorf, bei der Freisprechungsfeier gemacht war. Offenheit und Neugier gehören dazu, sowohl im Leben als auch im Job bestehen, sich weiterentwickeln und Leistung zeigen zu können.

Freisprechung Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf

1/31
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle
  • Impressionen der feierlichen Lossprechung der Kreishandwerkerschaft ST-WAF in der Bürgerhalle Ibbenbüren Foto: Drunkenmölle

320 junge Frauen und Männer aus 24 Ausbildungsberufen hat Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann am Dienstag im Bürgerhaus in Ibbenbüren freigesprochen. Prominenter Gast: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Im Gespräch mit Tischner, Lohmann und dem stellvertretenden Landrat Bernhard Hembrock über „Die Handwerkslehre: Der Einstieg zum Aufstieg“ erinnert sie sich daran, wie sie dort vor 28 Jahren selber ihr Abitur-Zeugnis bekommen, eine Bank- und eine Hotelfachlehre und schließlich ein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen hat. „Ich habe gekämpft, gearbeitet und viel erreicht“, erklärte die CDU-Politikern, dass sie viele Erfahrungen sammeln konnte, von denen sie in ihrer politischen Arbeit heute außerordentlich profitieren könne.

Ihr Ziel sei es, da war sie sich mit Hembrock einig, dass berufliche Orientierung und Bildung gestärkt werden müsse. „Bildungspolitik aus eine Guss“ strebe sie an, auch, um dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. Sie wisse, dass das neben dem Ausbau der Digitalisierung im Kreis Steinfurt ein weiteres großes Thema sei, die Region zu stärken.

Das war zugleich das passende Stichwort für den Kreishandwerksmeister. Loh­mann bezeichnete das duale Ausbildungssystem als enorme Hilfe, die in der Berufsschule gelernte Theorie und die im Ausbildungsbetrieb vermittelte Praxis für die berufliche Karriere zu nutzen. Der Gesellenbrief sei ein anerkannter Ausweis zum Eintritt in die Berufswelt. Sein Wert könne aber nur durch ständige Weiterbildung erhalten und gesteigert werden. Nur wer Qualität leisten könne, habe Erfolg: „Wer meint, mit dem Ende der Ausbildung sei es aus mit der Bildung, hat nicht verstanden, dass Ausbildung Weiterbildung ist.“ Finanzielle Hilfen gibt’s auch. Das Aufstiegs-BAföG leistet beispielsweise Unterstützung.

Den Dank an alle, die ihre Ausbildung begleitet haben, sprach Kfz-Mechatroniker Kerst Vordermark im Namen der Neugesellen aus. Eltern, Freunde, Kollegen, Lehrer und Ausbilder hätten mit Liebe, Freundschaft, Vertrauen, mit Wissen, Können und tatkräftiger Unterstützung den richtigen Treibstoff gemixt, manchmal anschieben, manchmal bremsen und manchmal auch ins Lenkrad greifen müssen, um den Kurs zu korrigieren. Vordermark gab den Tipp, stets dafür zu sorgen, dass der Motor läuft und man selber in Bewegung bleibt.

Vielleicht auch so, wie Sandra Hunke vorankommen will. Was nach der Model-Karriere kommt?, wollte Frank Tischner zum Abschluss wissen. Sich selbstständig, vielleicht den Meister machen, könnte sie sich vorstellen. Auf jeden Fall will sie flexibel wie das moderne Handwerk bleiben. „Daumen hoch“ dafür vom KH-Chef.

Zum Thema

Weitere Fotos von der Lossprechung in einer Online-Bilderstrecke auf der Internetseite dieser Zeitung.

...
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5916052?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F1808502%2F
Nachrichten-Ticker