Kreislandfrauen legen Programm 2018/2019 vor
Neue Gesichter und neue Formate

Kreis Steinfurt -

Der Kreislandfrauenverband Steinfurt-Tecklenburger Land hat sein Programm für 2018/2019 vorgelegt. Es soll möglichst alle Altersgruppen und auch Frauen ansprechen, die ihre Wurzeln nicht unmittelbar in der Landwirtschaft haben.

Dienstag, 07.08.2018, 18:00 Uhr

Fast 150 Seiten dick ist das neue Jahresprogramm 2018/19 der Kreislandfrauen. 6100 Hefte sind gedruckt worden, die das Vorstandsteam (v.l.) Monika Gehring, Sabine König, Hedwig Strotmeier-Spieker und Susanne Jürgensmeier -Lotz jetzt am Grünen Zentrum in Saerbeck an ihre Kolleginnen in den Ortsvorständen auf die Reise geschickt haben.
Fast 150 Seiten dick ist das neue Jahresprogramm 2018/19 der Kreislandfrauen. 6100 Hefte sind gedruckt worden, die das Vorstandsteam (v.l.) Monika Gehring, Sabine König, Hedwig Strotmeier-Spieker und Susanne Jürgensmeier -Lotz jetzt am Grünen Zentrum in Saerbeck an ihre Kolleginnen in den Ortsvorständen auf die Reise geschickt haben. Foto: Drunkenmölle

Andere Verbände, Vereine und Gruppen wären froh, wenn ihre Mitgliederzahlen sich auch nur annähernd wie die des Kreislandfrauenverbandes Steinfurt-Tecklenburger Land entwickeln würden. Der hat nämlich im vergangenen Geschäftsjahr noch einmal um 102 Mitglieder zugelegt. 5170 standen zum Stichtag 31. März 2018 unterm Strich in der Liste der insgesamt 37 Ortsverbände. Ein Ergebnis, das dem Vorstandsteam mit der Vorsitzenden Sabine König , ihren Stellvertreterinnen Monika Gehring und Hedwig Strotmeier-Spieker sowie Geschäftsführerin Susanne Jürgensmeier-Lotz Bestätigung und zugleich Ansporn ist, sich weiter für den ländlichen Raum und eine starke Gemeinschaft einzusetzen.

Den Zulauf führen die Vier unter anderem auch darauf zurück, dass sich innerhalb der Ortsverbände der Generationenwechsel vollzieht oder schon vollzogen hat. Das wird auch beim ersten Blättern im neuen Jahresprogramm deutlich. Es ist gerade frisch aus der Druckerei gekommen. Wer die Fotos sieht, dem fällt auf: Nahezu die Hälfte der Gesichter in den Ortsvorständen ist neu. „Es ist mächtig Bewegung drin“, beschreibt Susanne Jürgensmeier-Lotz die Veränderungen und die Freude über die Bereitschaft der Frauen, sich ehrenamtlich engagieren zu wollen. Hier will der Kreisverband insbesondere Unterstützung leisten. Mitglieder, die Verantwortung übernehmen, sollen geschult und ihnen Hilfestellung dabei geben werden, wie sie die Arbeit vor Ort leichter bewältigen und noch interessanter gestalten können. Sabine König: „Davon profitiert nicht nur der Verband, sondern auch jede Teilnehmerin.“

Qualifizierung ist also ein Schwerpunkt der Arbeit des Kreislandfrauenverbandes, dessen Wurzeln zwar in der Landwirtschaft liegen, dessen Mitglieder zu 50 Prozent aber gar keinen landwirtschaftlichen Hintergrund mehr haben. Gemeinsam ist allen jedoch, dass sie im und für den ländlichen Raum leben. „Die Angebote sind breiter und durchaus auch anspruchsvoller geworden“, macht Jürgensmeier-Lotz deutlich. Es werde versucht, möglichst viele Interessen von Frauen zu berücksichtigen, die unterschiedlich alt sind, die unterschiedliche politische Ansichten vertreten, die unterschiedlichen Konfessionen angehören und die unterschiedliche Lebensmodelle verfolgen. Das machen besonders die in dem Heft aufgeführten Angebote auf Ortsebenen deutlich. Da geht es längst nicht mehr nur um Bastel- und Kochabende, sondern auch beispielsweise um Deeskalationstraining, Kabarett-Besuche, PC- und WhattsApp-Schulungen, Vorträge über Angehörigenpflege oder Aktionen, die die ganze Familie einbinden. „Es gibt andere Orte, andere Formate“, empfiehlt der Kreislandfrauen-Vorstand, doch einmal einen Blick in das neue Programm zu werfen.

Auf Kreisebene hat natürlich der Kreislandfrauentag am 15. November große Bedeutung. Bundesministerin Anja Karliczek musste wegen einer Auslandsreise absagen. Mit der Buchautorin und gebürtigen Lengericherin Anne Siegel kommt allerdings eine gleichsam starke und vielgereiste Persönlichkeit, die über „Frauen, Fische, Fjorde – Landfrauen in Island“ erzählen wird. Ein Besuch des NRW-Landtags in Düsseldorf, ein „Abend nur für uns“ mit dem Musikkabarett der witzig, spritzigen und maritimen „Divanetten“ sind weitere Highlights. Organspende, digitaler Nachlass, Altersarmut und -absicherung sind weitere Themen, mit denen sich die Landfrauen beschäftigen. Etabliert haben sich der Agrarstammtisch (nicht nur für Mitglieder), die Gesprächskreise für allein stehende sowie ältere Frauen und auch die Arbeit des Infokreises. Der hat unter anderem in diesem Jahr das Leader-Projekt „Vom Beet in den Mund“ vorangetrieben.

Wer mehr wissen möchte: Das Programm der Kreislandfrauen steht auch Online. Den Mitgliedern wird es sogar persönlich übergeben. Auch so werden Kontakte gepflegt und neue Mitglieder gewonnen . . .

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