CDU im Kreis Steinfurt nach 53. Parteitag ist wieder im Wahlkampfmodus
Union legt den Schalter um

Kreis Steinfurt -

Die CDU im Kreis Steinfurt hat den Schalter wieder auf Wahlkampfmodus umgelegt. Beim Kreisparteitag in Saerbeck stand EU-Abgeordneter Dr. Markus Pieper im Mittelpunkt. Er geht für die Union bei den Wahlen im kommenden Jahr ins Rennen.

Montag, 08.10.2018, 15:38 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 17:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 08.10.2018, 15:38 Uhr
Voller Saal bei Ruhmöller in Saerbeck, wo die CDU Kreis Steinfurt am Donnerstagabend ihren 53. Kreisparteitag abgehalten hat. Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking stimmte die Ortsverbände dort auf den Europawahlkampf mit und für Dr. Markus Pieper ein (kl. Bild, l.).
Voller Saal bei Ruhmöller in Saerbeck, wo die CDU Kreis Steinfurt am Donnerstagabend ihren 53. Kreisparteitag abgehalten hat. Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking stimmte die Ortsverbände dort auf den Europawahlkampf mit und für Dr. Markus Pieper ein (kl. Bild, l.). Foto: Drunkenmölle

Wie oft er schon Menschen begegnet ist, deren Verständnis von Europa sich lediglich auf die festgeschriebene Standardkrümmung einer handelsüblichen Salatgurke reduziert? Dr. Markus Pieper, der seit 2004 das Münsterland im Europa-Parlament vertritt, wird diese Gespräche nicht gezählt haben, ebenso wie er nicht müde wird, solchen und ähnlichen Vorurteilen immer wieder geduldig und mit Beispielen zu begegnen, wie der Staatenbund das Leben der Menschen positiv verändert hat. „Die EU ist anders“, entgegnet der 55-jährige Politiker aus Lotte mit voller Überzeugung Zweiflern und Kritikern. Seine Botschaft: „Friedenssicherung und Handelserleichterung – gäbe es die EU nicht, man müsste sie im Zeitalter der Globalisierung schleunigst erfinden.“

Dr. Markus Pieper

Dr. Markus Pieper Foto: Drunkenmölle

Breite Rückendeckung für seine Grundsätze und Positionen erhält Pieper in seiner Heimat und insbesondere von seinen Parteifreunden der CDU im Kreis Steinfurt. Die haben ihm am Donnerstagabend die volle Unterstützung bei der im kommenden Jahr anstehenden Europa-Wahl zugesichert. Dafür hat CDU-Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking den Schalter im Verlauf des 53. Parteitages der Union im Kreis Steinfurt schon einmal auf Wahlkampfmodus umgelegt. Als die Formalien in im voll besetzten Saal der Gaststätte Ruhmöller in Saerbeck abgearbeitet, die Delegierten für die Vertreterversammlungen im Land und Bund gewählt waren, konnte es richtig losgehen. Schulze Föcking: „Obwohl Europa manchmal scheinbar weit weg ist, gelingt es Markus Pieper, uns die Bedeutung dieses Themas immer wieder ganz nahe zu bringen.“

Auf den unterschiedlichsten Ebenen ist die EU präsent, bezog sich Schulze Föcking unter anderem auf ein Papier, auf dem Landrat Dr. Klaus Effing anschaulich auf mehreren Seiten Beispiele gegeben hatte, wie und wo der Arm Europas mittlerweile in den Kreis Steinfurt langt. Wirtschaft, Forschung, Bildung, Tourismus, Arbeitsmarkt – nahezu überall gibt es Anknüpfungspunkte, Verbindungen und Fördermitteln, von denen die Region profitiert.

Christina Schulze Föcking

Christina Schulze Föcking Foto: Drunkenmölle

Pieper hatte kein vorgefertigtes Redemanuskript dabei. Er überließ es dem Publikum, Stichworte zu formulieren und Fragen zu stellen. Und er lieferte Antworten: zum Brexit, zur Entwicklung der Finanzen, zur Wirtschafts, Handels-, Energie- und Verteidigungspolitik, zum Fortschritt bei der Digitalisierung und natürlich dazu, wie der Staatenbund zukünftig mit Migranten umgeht. „In Sachen Rechtstaatlichkeit darf es keine Kompromisse geben“, erklärte er wiederholt. Wo die Nationalstaaten überfordert seien, will er sich für mehr europäischen Kompetenzen einsetzen. Auf der anderen Seite will er die Regulierungswut eindämmen, Bürokratie abbauen und „Europa schlanker machen“. Und weiter: „Ich stelle mich gegen Vorstöße, die Haftung und Verantwortung trennen wollen oder das Subsidiaritätsprinzip empfindlich verletzen.“

Ausdrücklich warnte Pieper vor gefährlich wachsenden rechten und linken Bewegungen und davor, wie anti-europäischer Populismus die Erfolge der EU wieder zerstören könnte. Auf die Wirtschaft bezogen: „Wer europäische Kompetenzen in Frage stellt, der macht Deutschland zur Provinz im lokalen Wettbewerb.“ Er stehe für Werte, die ihren Ursprung im Christentum haben, machte Pieper seine Grundhaltung abschließend klar. Nicht „Europa oder China first“, sondern „Europe together“ sei sein Antrieb, sich zur Wahl zu stellen.

„Pieper ist unser Mann für Brüssel“, rief Schulze Föcking den CDU-Anhängern am Ende zu, sich für seine Wiederwahl einzusetzen. Die krummen Gurken waren da längst vergessen.

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