Kreis legt Bedarfsrechnung für 2019 im Umweltausschuss vor
Müllgebühren bleiben stabil

Kreis Steinfurt -

Die Gebühren, die der Kreis mit seiner Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) für die Müllabfuhr erhebt, sollen weitgehend stabil bleiben. Mit der entsprechenden Bedarfsrechnung für das Haushaltsjahr 2019 haben sich die Mitglieder des Umweltausschusses in ihrer Sitzung am Mittwochabend Kreishaus beschäftigt.

Donnerstag, 06.12.2018, 06:00 Uhr
Die Müllgebühren für die Entsorgung der Abfälle werden voraussichtlich im Kreis Steinfurt stabil bleiben.
Die Müllgebühren für die Entsorgung der Abfälle werden voraussichtlich im Kreis Steinfurt stabil bleiben.

Günstiger wird es bei der Entsorgung der Grünabfälle. Die Gebühr soll von 32 um vier auf 28 Euro sinken. Geringfügige Änderungen ergeben sich ebenfalls bei den Zu- und Abschlägen aufgrund gesunkener Erlösen und gestiegener Kosten bei der Sammlung für die Verwertung von alten Elek­trogeräten.

Teuerer wird es beim Biomüll. Dort soll sich die Gebühr um 13 auf 126 Euro pro Tonne erhöhen. Die Steigerung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der im Kompostwerk Saerbeck angelieferte Abfall mit sogenannten Störstoffen wie Glas, Plastik, Holz oder Batterien teilweise immer noch stark verunreinigt ist. Gelingt es zukünftig nicht, den Störstoff auf unter vier Prozent zu verringern, werden diese Lieferungen weiterhin ähnlich wie Restmüll behandelt – was die Kosten richtig in die Höhe treibt. Eine aufwendige und kostspielige Behandlung mit hohem Personen- und Maschineneinsatz kann nur vermieden werden, wenn der Biomüll möglichst sortenrein angeliefert wird (Gebührenansatz unverändert 35 € /t), um unbelasteten Kompost zu gewinnen, der sich dann auch wieder vermarkten lässt.

Die EGST kündigt in diesem Zusammenhang an, weitere Sortieranalysen durchzuführen. Das Abfallwirtschaftskonzept sieht außerdem vor, die Abfallberatung und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort noch weiter zu verstärken. Darüber hinaus soll Personal eingestellt werden, um die Kommunen bei Kontrollen der Biotonnen zu unterstützen. Die durchgeführten Aktionen hätten in der Vergangenheit bereits große Wirkung gezeigt. So sei beispielsweise nach einer vierwöchigen Kontrollphase der Störstoffanteil in einer Gemeinde von 12,9 aus 2,4 Prozent gesunken.

Unterm Strich, und darauf muss auch hingewiesen werden, hätten trotz sparsamen Wirtschaftens und geschickter Verhandlungen auf dem Entsorgungs- und Energiemarkt nicht alle Kostensteigerungen aufgefangen werden können. So wird sich das Entsorgungsentgelt gegenüber 2018 vor­aussichtlich um etwa 1,1 Mio. €  erhöhen. Um insbesondere die gestiegenen Kosten für den Haus- und Sperrmüll aufzufangen, sollen rund 282 000 €  aus dem sogenannten Sonderposten Gebührenausgleich entnommen werden. Dort gibt es noch ein sattes Plus von 4,6 Mio. € , verweist der Kreis auf seine Politik, Gebühren so zu kalkulieren, dass ausreichend Reserven für eine stabile Müllgebührenkalkulation auch über 2019 hinaus vorhanden sind.

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