Fünf Volksbanken im Kreis Steinfurt ziehen positive Bilanz 2018
Wachstum hält trotz schwierigerer Bedingungen an

Kreis Steinfurt -

Größere Bilanzsumme, mehr Kundeneinlagen und auch ein gewachsenes Kreditvolumen: Die – noch – fünf unabhängigen Volksbanken im Kreis Steinfurt ziehen ein positives Fazit für das Geschäftsjahr 2018.

Mittwoch, 23.01.2019, 16:28 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 16:50 Uhr
Die beiden Sprecher der VR-Bank und Volksbanken im Kreis Steinfurt, Ulrich Weßeler (l.) und Andreas Hartmann, haben gestern in Rheine auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurückgeblickt.
Die beiden Sprecher der VR-Bank und Volksbanken im Kreis Steinfurt, Ulrich Weßeler (l.) und Andreas Hartmann, haben gestern in Rheine auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurückgeblickt. Foto: vie

Größere Bilanzsumme, mehr Kundeneinlagen und ein gewachsenes Kreditvolumen: Die – noch – fünf unabhängigen Volksbanken im Kreis Steinfurt ziehen ein positives Fazit. „Wir können mit der Entwicklung 2018 zufrieden sein, bei allen Schwierigkeiten“, sagte Ulrich Weßeler (Vorstand der VR-Bank Kreis Steinfurt). Zusammen mit Andreas Hartmann (Vorstand Volksbank Greven) hat er am Mittwochmorgen Bilanz gezogen.

Unterm Strich kommen die fünf Institute zusammengerechnet auf eine Bilanzsumme von 4,58 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 4,6 Prozent. Die Kundeneinlagen sind um 5,3 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro, das Kreditvolumen um 5,2 Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro gestiegen. Die Zeichen haben also weiter auf Wachstum gestanden, trotz eines schwierigeren wirtschaftlichen Umfelds. Weßeler verwies in diesem Zusammenhang auf die Entwicklung des Dax, der im vergangenen Jahr um 18 Prozent gesunken ist.

Das Kreditwachstum 2017 von 10,4 Prozent haben die Banken nicht noch einmal erzielt. Das wolle man aber auch gar nicht, so Weßeler, denn mit jedem Wachstum müsse natürlich auch das Eigenkapital entsprechend steigen. Das aber gebe der Ertrag nicht her. Wachstumsraten von zehn Prozent im Kreditgeschäft seien die Ausnahme. Das Kreditplus im Jahr 2017 sei besonders von Windenergiekrediten getrieben gewesen. Die aktuellen Zuwächse im Kreditbereich, ganz egal ob privat oder gewerblich, seien zu großen Teilen im Baugeschäft erzielt worden.

Wachstum ist das eine, Geld zu verdienen etwas ganz anderes. „Die Margen sind sehr knapp“, sagte Weßeler zum Kreditgeschäft. Man könne sie nicht mehr mit der Zeit vor sechs oder sieben Jahren vergleichen. Etwas anderes aber helfe beim Geldverdienen, so Hartmann: „Die Kreditausfallraten sind historisch niedrig.“

Sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr warten auf die fünf Institute bedeutende Umwälzungen. Mit der Fusion zwischen Saerbeck und Westerkappeln-Wersen in 2019 und der Großfusion der VR-Bank Kreis Steinfurt, der Volksbank Greven und der Vereinigten Volksbank Münster 2020 werden aus fünf Volksbanken im Kreisgebiet dann drei.

Die bisherige Arbeitsgemeinschaft der fünf Institute, in der man sich bisher ausgetauscht hat, ist bereits seit Jahresende Geschichte. Da die neu entstehende Volksbank Saerbeck-Westerkappeln dem Genossenschaftsverband Weser Ems angehört, wären nur noch Ochtrup-Laer und die neu entstehende Volksbank Münsterland Nord für diese AG übrig geblieben.

Derzeit haben die fünf Banken 820 Mitarbeiter, davon 63 Auszubildende, 830 waren es Ende 2017. Rechnet man die Auszubildenden heraus – seinerzeit waren es 74 – ist die Zahl der Mitarbeiter stabil.

Die anstehende Großfusion der VR-Bank Kreis Steinfurt mit Greven und Münster, sagten Weßeler und Hartmann, soll ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen. Das sei möglich, weil in den Jahren 2020 und 2021 zahlreiche Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln. Auf Dauer, so die Sprecher der Volksbanken, sehe man eher das Problem, gute Mitarbeiter zu finden, als dass man zu viele habe.

Großes Thema aller nord-und westdeutschen VR-Banken ist in diesem Jahr die Umstellung auf das neue Computersystem „agree21“. Bankkunden müssen während der Umstellung am Wochenende des 9. und 10. März mit starken Einschränkungen rechnen. Die Bank ist dann offline.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6341284?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F1808502%2F
Beim Stadtfest spielt überall die Musik
Hunderte Stadtfest-Besucher blieben am Samstag vor der Bühne am Drubbel stehen, als die Glamrocker von „Reisegruppe Hardcore“ in ausgefallenem Dress 80er-Jahre-Hits coverten.
Nachrichten-Ticker