Premiere für kreisweiten Aktionstag „Werde Maler“
Azubis geben Infos aus erster Hand

Kreis Steinfurt -

Was verdient ein Auszubildender im Maler- und Lackiererhandwerk? Wie hoch sind die Anforderungen in der Berufsschule? Und welche Aufgaben dürfen Auszubildende übernehmen? Diese und weitere Fragen haben im Mittelpunkt des ersten kreisweiten Aktionstages „Werde Maler“ gestanden.

Donnerstag, 21.03.2019, 16:32 Uhr
Ali Khamedi (l.) kommt mit vielen Interessenten ins Gespräch. Darüber freuen sich Obermeister Paul Laukötter (hinten, v.r.), Willkommenslotse Jens Bökenfeld und KH-Geschäftsführer Günter Schrade.
Ali Khamedi (l.) kommt mit vielen Interessenten ins Gespräch. Darüber freuen sich Obermeister Paul Laukötter (hinten, v.r.), Willkommenslotse Jens Bökenfeld und KH-Geschäftsführer Günter Schrade. Foto: KH/Konermann

Was verdient ein Auszubildender im Maler- und Lackiererhandwerk? Wie hoch sind die Anforderungen in der Berufsschule? Und welche Aufgaben dürfen Auszubildende übernehmen? Diese und weitere Fragen haben im Mittelpunkt des ersten kreisweiten Aktionstages „Werde Maler“ gestanden. Dazu hatten die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf (KH), das Jobcenter des Kreises Steinfurt und die Agentur für Arbeit Rheine ins KH-Bildungscenter nach Rheine eingeladen. Einige hundert Frauen und Männer – darunter viele Menschen mit Migrationshintergrund – waren gekommen. Sie haben sich aus erster Hand bei Innungsfachbetrieben über Zugänge und Ausbildungsmöglichkeiten im Maler- und Lackiererhandwerk informiert.

Viele Betriebe hatten ihre Auszubildenden als Ansprechpartner mitgebracht. Einer von ihnen ist Ali Khamedi. Seit August absolviert der 23-Jährige Iraner eine Ausbildung im Betrieb von Paul Laukötter, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung im Kreis Steinfurt. Der junge Mann weiß, was es bedeutet, als Flüchtling in einem fremden Land Fuß zu fassen. Was er an seiner Arbeit mag? „Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, was man geschafft hat“, erzählt er in sehr gutem Deutsch. Viele Besucher des Aktionstages kommen schnell mit dem jungen Mann ins Gespräch.

Um diese Art von Begegnung geht es den Veranstaltern. „Wenn ein Auszubildender von seinen Erfahrungen erzählt, hat das eine ganz andere Wirkung, als wenn sich der Chef hierhin stellt“, weiß Laukötter. Anders als beispielsweise bei einer Messe sollen bei einem Aktionstag die Betriebe und die Interessenten ganz schnell zusammenfinden.

Günter Schrade, Geschäftsführer der KH für den Bereich Bildung, ist mehr als zufrieden mit dem Verlauf dieser Premiere: „Wir sehen, dass der Bedarf nach solchen gezielten Angeboten groß ist.“

Jens Bökenfeld, Willkommenslotse der KH, hatte den Kontakt zu Flüchtlingen in beruflichen Qualifizierungsprojekten, allgemeinbildenden Schulen und internationalen Förderklassen vermittelt. „Die Resonanz zeigt, dass das Angebot stimmt“, zieht er Bilanz. Die Kooperationspartner, so erklärt die Kreishandwerkerschaft, können sich gut vorstellen, vergleichbare Aktionstage in Zukunft auch für andere Branchen anzubieten.

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