Kreisjugendamt legt Bericht 2018 für 20 angeschlossene Kommunen vor
Leistungen und Aufwendungen steigen

Kreis Steinfurt -

Das Jugendamt des Kreises Steinfurt hat seinen Jahresbericht 2018 für die 20 angeschlossenen Kommunen ohne Jugendamt vorgelegt. Zahlreiche Infos, Tabellen und Grafiken geben einen Überblick über die Leistungen.

Montag, 25.03.2019, 15:26 Uhr

Das Jugendamt des Kreises Steinfurt hat seinen Jahresbericht 2018 für die 20 angeschlossenen Kommunen ohne Jugendamt vorgelegt. Zahlreiche Infos, Tabellen und Grafiken geben einen Überblick über die Leistungen. Auf einige Themen sind Sozialdezernent Tilmann Fuchs , Roswitha Reckels und Anja Tewes, Leiterin beziehungsweise Mitarbeiterin des Jugendamtes, im Jugendhilfeausschusses besonders eingegangen.

Voraussichtlich (alle Ergebnisse liegen noch nicht vor) werden die Aufwendungen weitere steigen: unterm Strich netto um 2,7 Mio. Euro auf 56.6 Mio. Euro. Ansatz für 2019: 66,9 Mio. Euro. Den höheren Aufwand erklärt der Kreis unter anderem damit, dass Unterhaltsvorschussleistungen deutlich ausgeweitet worden sind. Insgesamt wurden 2018 rund sechs Mio. Euro gezahlt, 2,9 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Die sogenannte Rückholquote betrug 18 Prozent.

Mehr Geld (+ fast eine Mio. Euro) musste auch für die Kindertagesbetreuung ausgegeben werden. Zurzeit greift das Jugendamt auf insgesamt 169 Kitas (+ 6,3 % gegenüber 2017) mit 511 Gruppen zurück. 38 Gruppen (527 Plätze) wurden neu geschaffen.

Ein hohes Maß an Flexibilität werde in diesem Bereich auch in Zukunft gefragt sein. Eine besondere Herausforderung, so machte Tilman Fuchs deutlich, stelle aufgrund der steigenden Geburtenzahlen die hohe Nachfrage nach U3- und U2-Plätzen dar. Sorgen bereitet den Kitas der zunehmende Mangel an Fachkräften. Eine „praxisorientierte Erzieherausbildung“ soll helfen, Nachwuchs zu gewinnen.

An Fahrt aufgenommen haben, so heißt es in dem Bericht weiter, die „Frühen Hilfen“ und die „Kommunale Präventionskette“. Eine Bestands- und Bedarfsanalyse sowie eine Bevölkerungsbeteiligung und eine sozialräumliches Monitoring seien wichtige Grundlagen, um mehr Chancengleichheit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu schaffen. 2019 soll insbesondere dem Thema „Fetales Alkoholsyndrom“ (FASD) Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Im Zusammenhang mit den „Hilfen zur Erziehung“ macht der Bericht auf niederschwellige Zugänge, beispielsweise ein neues Beratungsangebot an den Grundschulen, aufmerksam. Ein erstes Konzept für wohnortnahe ambulante und flexible Hilfen sei erarbeitet worden. Darüber hinaus hat der Verein „Ombudschaft – Jugendhilfe im Kreis Steinfurt“ seine Arbeit aufgenommen und erste Vermittlungen abgeschlossen.

Bei der weiteren politischen Diskussion ist auch der CDU-Antrag berücksichtigt worden, familienfreundliche Standorte für (Dorf-)Kindergärten zu fördern (wir berichteten). Zustimmung hat der Verwaltungsvorschlag gefunden, die Anregungen der Union mit Konzepten zu verknüpfen, die ohnehin bereits angestoßen sind und darauf abzielen, mehr Angebote und Hilfe vor Ort zu schaffen und zu vernetzen.

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