Erweiterung des Kreishaus-Standortes in Steinfurt
Ausschreibung hat begonnen

Kreis Steinfurt -

Der Ausbau des Verwaltungsstandortes des Kreises in Steinfurt nimmt konkrete Gestalt an. Die europaweite Ausschreibung des vom Kreistag Mitte September abgesegneten 27,5-Millionen-Euro-Projektes ist raus, Angebote können bis zum 26. Juni abgegeben werden.

Freitag, 10.05.2019, 16:26 Uhr
Zwischen dem Südflügel (l.) und der Villa, in der die WESt untergebracht ist, wird der neue Westflügel (kl. Foto) entstehen. Der Betonbau des Gesundheitsamtes muss weichen.Er wird abgerissen, damit ausreichend Platz für das Projekt geschaffen werden kann.
Zwischen dem Südflügel (l.) und der Villa, in der die WESt untergebracht ist, wird der neue Westflügel (kl. Foto) entstehen. Der Betonbau des Gesundheitsamtes muss weichen.Er wird abgerissen, damit ausreichend Platz für das Projekt geschaffen werden kann.

Der Ausbau des Verwaltungsstandortes des Kreises in Steinfurt nimmt konkrete Gestalt an. Die europaweite Ausschreibung des vom Kreistag Mitte September abgesegneten 27,5-Millionen-Euro-Projektes ist raus, Angebote können bis zum 26. Juni abgegeben werden. „Ende August sollen die Aufträge erteilt werden“, erläutern Baudezernent Franz Niederau und Architekt Christoph Borgschulte , der die Planungen im Kreishaus koordiniert, den Ablauf.

Bereits im Juni soll der erste Spatenstich für ein neues Parkdeck (Kosten: rund 1,8 Mio. Euro) mit rund 150 Stellplätzen in sogenannter Split-Level-Bauweise gemacht werden. Die Anlage soll im Oktober betriebsbereit sein und den anhaltenden Parkdruck rund um den Kreissitz mindern. In diesem Zusammenhang kündigte Niederau auch die Neuordnung der Besucherparkplätze auf dem Gelände an.

Zur gleichen Zeit werden die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ins ehemalige CJD-Jugenddorf, heute im Besitz des Vereins „Lernen fördern“, umziehen. Sobald das Haus geräumt ist, wird der 70er-Jahre-Betonbau abgerissen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Der Abriss soll von Oktober bis Dezember laufen. Es folgen Erdarbeiten. Baubeginn für den Westflügel soll im Februar 2020, Fertigstellung zwei Jahre später im April 2022 sein.

Der Entwurf des Westflügels

Der Entwurf des Westflügels Foto: agn

Auf fünf Ebenen entstehen im neuen Westflügel fast 10 000 Quadratmeter Fläche für Büros und allem, was dazu gehört. 240 Kreisbedienstete werden dort ihren Arbeitsplatz haben. Untergebracht werden die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und des Jobcenters. Angemietete Büroflächen außerhalb des Kreishauses werden gekündigt. Auch eine Zwei-Gruppen-Kindertagesstätte wird geschaffen.

Eine besondere Herausforderung besteht darin, die neue Leitstelle des Kreises für den Brand- und Katastrophenschutz sowie den Rettungsdienst in den Komplex unterzubringen. Fachplaner werden hinzugezogen, damit alle Anforderungen, die mit dem Bau und der Ausstattung dieser Stelle verbunden sind, erfüllt werden.

Was die Optik betrifft, so gleicht sich die Architektur dem 2015 fertig gestellten Südflügel in Form und in der Fassadengestaltung an. Auch die Gestaltung des Innern entspricht im wesentlichen der Funktionalität und Ausstattung des Nachbargebäudes.

Energetisch erfüllt der Bau selbstverständlich die Vorgaben. Anschluss findet der Neubau ebenfalls an das bereis bestehende Fernwärmenetz.

In das Versorgungskonzept ist auch der Bau einer Energiezentrale integriert. Sie soll den autarken Betrieb des Kreishauses insbesondere in Krisen- oder Katastrophenfällen gewährleisten.

Jede Menge Arbeit für Planer, Bau- und Handwerksfirmen also, wobei Franz Niederau und Christoph Borgschulte („nach aktuellem Stand“) relativ entspannt und zuversichtlich sind, dass Zeit- und Kostenpläne im Rahmen bleiben.

Was die zur Verfügung stehenden Flächen betrifft, so stößt der Kreis an seinem Verwaltungsstandort in Steinfurt mit diesem Projekt übrigens an seine Grenzen. Ein weitere Erweiterung ist aktuell nicht drin. Trotz absehbar wachsender Aufgaben und der Übernahme von Diensten insbesondere kleinerer Kommunen sei der Raumbedarf langfristig gedeckt, hatte Landrat Dr. Klaus Effing dem Kreistag bei der Vorstellung der ersten Pläne erklärt und damit vergleichbare Investitionen für die nächsten 20 bis 30 Jahre ausgeschlossen.

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