Notfallseelsorger übergeben Jahresbericht
Hohe Akzeptanz

Kreis Steinfurt -

Die Notfallseelsorger im Kreis Steinfurt waren im vergangenen Jahr in 49 Wochen im Einsatz. 147-mal sind sie von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst gerufen worden.

Mittwoch, 12.06.2019, 16:40 Uhr
Im Beisein von Vertretern der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst überreichte der Leitungskreis der Notfallseelsorger seinen Jahresbericht 2018 kürzlich Landrat Dr. Klaus Effing bei einem gemeinsamen Frühstück.
Im Beisein von Vertretern der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst überreichte der Leitungskreis der Notfallseelsorger seinen Jahresbericht 2018 kürzlich Landrat Dr. Klaus Effing bei einem gemeinsamen Frühstück. Foto: Kreis Steinfurt/Boeing

Die Notfallseelsorger im Kreis Steinfurt waren im vergangenen Jahr in 49 Wochen im Einsatz. 147-mal sind sie von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst gerufen worden. 2018 waren überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche zu betreuen. Das geht aus dem Bericht hervor, den der Leitungskreis der Notfallseelsorger Landrat Dr. Klaus Effing im Beisein von Vertretern der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes überreicht hat. Es seien unter anderem Schulklassen betroffen gewesen, heißt es zur Erklärung.

 „Ich habe großen Respekt vor dem, was Sie leisten. Es ist nicht jeder dafür geboren, fremden Menschen in akuten seelischen Notlagen beiseite zu stehen. Da muss schon ein ausgeprägtes Feingefühl vorhanden sein“, zollte Effing dem Engagement der Notfallseelsorger großen Respekt und dankte für den „seelischen Halt“ in schwierigsten Situationen.

 Seinen Dank sprach Pfarrer Andreas Finke dem Landrat als Schirmherrn der Notfallseelsorge, den Abteilungen der Kreisverwaltung sowie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen aus: „Die psychosoziale Notfallversorgung in der Akutphase genießt eine besonders hohe Akzeptanz. Es gibt weder eine Konkurrenz zwischen den Hilfsorganisationen noch zwischen den Konfessionen.“

 Im Kreis Steinfurt sind 50 Notfallseelseelsorger der evangelischen und katholischen Kirche aktiv – die meisten von ihnen ehrenamtlich. Im vergangenen Jahr war ihr Beistand meistens bei häuslichen Todesfällen (33 Prozent) gefragt. Bei 21 Prozent ging es darum, die Todesnachricht zu überbringen. In 14 Prozent der Einsätze war seelische Unterstützung bei Suiziden gefragt, in zehn Prozent bei Verkehrsunfällen. 19 Prozent gehen auf sonstige Einsätze zurück. So waren die Männer und Frauen der Steinfurter Notfallseelsorge unter anderem bei der Amokfahrt am Kiepenkerl im Münster im Einsatz. Die Notfallseelsorger haben 742 Menschen betreut.

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