Themenabend „Nachhaltige Mobilität“
Alternativen gibt es in Hülle und Fülle

Kreis Steinfurt -

Die Klimaschutzbürger des gleichnamigen Projektes des Vereins energieland2050 diskutierten in Emsdetten im Rahmen eines Themenabends über „Nachhaltige Mobilität“.

Freitag, 19.07.2019, 15:44 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 15:46 Uhr
Der Verein energieland2050 hatte die Klimaschutzbürger zum Austausch über nachhaltige Mobilität in die Werkstatt des Radbastlertreffs der Kolpingsfamilie Emsdetten eingeladen.
Der Verein energieland2050 hatte die Klimaschutzbürger zum Austausch über nachhaltige Mobilität in die Werkstatt des Radbastlertreffs der Kolpingsfamilie Emsdetten eingeladen. Foto: Kreis Steinfurt

Wie kann die Mobilität der Zukunft aussehen? Und wie kann jeder Einzelne sein Mobilitätsverhalten nachhaltiger und damit klimafreundlicher gestalten? Diese und weitere Fragen diskutierten die Klimaschutzbürger des gleichnamigen Projektes des Vereins energieland2050 im Rahmen eines Themenabends „Nachhaltige Mobilität“. Die Veranstaltung fand in der Werkstatt des Radbastlertreffs der Kolpingsfamilie Emsdetten statt.

Alina Klanke , Projektmanagerin beim Zweckverband SPNV, und Mathis Perkert vom Zukunftsnetz Mobilität NRW waren als Referenten geladen. Klanke stellte Best-Practice-Beispiele wie den Bürgerbus, das Stadtteilauto und die Mobilstation Mettingen, bei der Bus, Bürgerbus und Fahrradverleih verknüpft sind, vor. Klanke motivierte die Klimaschutzbürger zum Ausprobieren, um Berührungsängste abzubauen. Perkert zeigte Zukunftstrends bei der Verkehrsplanung wie autonomes Fahren und Carsharing sowie technische Fortschritte auf, machte aber klar: „Eine rein technologische Lösung wird es nicht geben. Für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung müssen integrierte und vernetzte Mobilitätsangebote geschaffen werden.“ Christian Käufler, wissenschaftlicher Mitarbeiter der FH Münster, machte deutlich, dass nicht Elektromobilität allein, sondern ebenso verbesserte und vernetze Angebote im Bereich des ÖPNVs eine wichtige Rolle spielen, um ein nachhaltigeres Mobilitätsverhalten zu fördern. Joachim Behrla von den Radbastlern der Kolpingsfamilie Emsdetten sprach über die Vorteile von Lastenrädern.

Abschließend formulierten die am Projekt teilnehmenden Haushalte eigene Ziele und Maßnahmen zum Mobilitätsverhalten. Sie werden in den kommenden Wochen beispielsweise Carsharing-Angebote und Mitfahrbänke testen, Fahrgemeinschaften gründen, verstärkt das Fahrrad nutzen und Apps mit Fahrplanauskünften zum ÖPNV installieren. Außerdem besteht für die Klimaschutzbürger in den Sommerferien die Möglichkeit, Lastenräder zu nutzen oder an einem Spritsparfahrtraining teilzunehmen.

Weitere Informationen unter

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