Arbeitsmarkt im Juli
Typisch für die Sommermonate

Kreis Steinfurt -

Als „typisch für die Sommermonate“ bewerten die Experten der Agentur für Arbeit und des Jobcenters, dass die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Steinfurt im zurückliegenden Juli leicht gestiegen ist.

Mittwoch, 31.07.2019, 15:46 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 15:56 Uhr

Als „typisch für die Sommermonate“ bewerten die Experten der Agentur für Arbeit und des Jobcenters, dass die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Steinfurt im zurückliegenden Juli leicht gestiegen ist. Sie ist um 481 wieder über die 10 000er-Marke geklettert und liegt aktuell bei 10 419. Das entspricht, wie aus dem am Mittwoch in Rheine veröffentlichten Arbeitsmarktbericht hervorgeht, einem Anstieg der Quote um 0,1 auf jetzt vier Prozentpunkte, die dem Niveau des Vorjahres entsprechen.

Dabei hat sich die Situation im Kreis Steinfurt recht unterschiedlich entwickelt. Vergleichsweise günstig war die Veränderung in Emsdetten. Dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um vier Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Ibbenbüren mit einer Zunahme von elf Prozent. Entsprechend änderten sich die Quoten im Bezirk: Die Spanne reicht im Juli von 3,4 Prozent in Lengerich bis 4,5 Prozent in Rheine.

Insgesamt waren im Juli bei der Agentur für Arbeit Rheine 3847 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 513 mehr als im Juni. Betroffen waren vor allem junge Menschen, die nach Ende ihrer Ausbildung nicht in ihrem Lehrbetrieb geblieben sind. So haben 449 der jugendlichen Arbeitslosen, das sind rund 64 Prozent, eine abgeschlossene Ausbildung. „Damit sind sie gut qualifiziert und bringen die Voraussetzungen mit, schnell eine Arbeitsstelle zu finden“, betont Annette Höltermann, operative Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Rheine. Es sei damit zu rechnen, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Herbst wieder abnimmt.

Die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Grundsicherung ist im Juli leicht um 0,5 Prozent gesunken. Zuzeit werden vom Jobcenter Kreis Steinfurt 6572 Personen als arbeitslos geführt. Das sind 4,1 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich.

Auch die Zahl der Menschen und Haushalte (im Juli 22 119 beziehungsweise 10 771) sinkt weiter. „Diesen Bestand haben wir letztmalig vor mehr als sieben Jahren verzeichnet“, verweist Thomas Robert, Vorstand des Jobcenters, auf eine anhaltend positive Entwicklung.

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