Grüner Ortstermin im Wald
Umdenken bei Neuanpflanzungen

Kreis Steinfurt -

Welche Auswirkungen der Klimawandel auf den Wald in der Region hat, darüber haben sich Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen mit Peter Wicke, Vorsitzender der Landesvertretung Forst und Naturschutz der IG Bau Nordrhein-Westfalen, ausgetauscht.

Mittwoch, 07.08.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.08.2019, 15:00 Uhr
Peter Wicke (2.v.r.) mit den Vertretern der Grünen aus dem Kreistag, dem Kreisvorstand und dem Landtag bei ihrem Ortstermin im Waldgebiet am Schöppinger Berg.
Peter Wicke (2.v.r.) mit den Vertretern der Grünen aus dem Kreistag, dem Kreisvorstand und dem Landtag bei ihrem Ortstermin im Waldgebiet am Schöppinger Berg.

Welche Auswirkungen der Klimawandel auf den Wald in der Region hat, darüber haben sich Vertreter von Bündnis 90/ Die Grünen mit Peter Wicke , Vorsitzender der Landesvertretung Forst und Naturschutz der IG Bau Nordrhein-Westfalen, ausgetauscht. Um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen, haben die Grünen Kreistags- und Kreisvorstandsmitglieder sowie der Steinfurter Landtagsabgeordneter Norwich Rüße mit dem Gewerkschaftsvertreter den Wald am Schöppinger Berg an der Kreisgrenze besucht.

Der Zustand dieser Fläche sei exemplarisch für viele Flächen in ganz NRW, machte Wicke deutlich. Lange Trockenheit und Hitze hätten allen Baumarten erheblich zugesetzt. Der Zustand der Fichte sei aufgrund des zusätzlich massiven Befalls mit Borkenkäfern doppelt belastet. Aber auch die meisten Laubbäume würden unter den klimatischen Bedingungen ächzen.

„Mit dem Klimawandel werden die Bedingungen für unsere Wälder kaum besser werden. Lange Trockenperioden und vermehrte Stürme werden in Zukunft nicht die Ausnahme sein“, merkt Kreissprecherin Ines Brehe in dem Pressebericht der Partei an. Für Jan-Niclas Gesenhues, Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion, steht fest: „Der Klimawandel macht auch vor dem Wald im Kreis Steinfurt nicht halt. Wir müssen unsere Wälder auf Trockenheit und Hitze besser vorbereiten, aber vor allem eine bessere Klimapolitik machen als bisher.“

Norwich Rüße war beim Anblick der Schäden besorgt: „Die Entscheidungen vergangener Generationen zeigen ihre Konsequenzen. Wir sollten daraus lernen und in Zukunft viel stärker auf Naturverjüngung sowie auf artenreiche Wälder setzen.“

Für Peter Wicke stand fest, so heißt es in dem Bericht abschließend, dass es neben mehr Förstern für die praktische Arbeit vor allem ein Umdenken braucht, wenn Neupflanzungen vorgenommen werden. Welche Baumart sich an welchem Standort halten könne, sei im Vorhinein nicht gewiss. Man müsse, so Wicke, auf Vielfalt setzen, um ein Baumsterben in der Fläche verhindern zu können.

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