Dritter Workshop von energieland2050
Eigenverbrauch rechnet sich

Kreis Steinfurt -

Der Verein energieland2050 hat die Teilnehmenden im Projekt „Klimaschutzbürger 2.0“ zum dritten Workshop unter dem Motto „Energiesparen und Wohnen“ in den Bioenergiepark Saerbeck eingeladen.

Montag, 07.10.2019, 16:28 Uhr
Die Klimaschutzbürger traten beim dritten Workshop ordentlich in die Pedalen, um zu „erfahren“, wie viel Kraft und Zeit es kostet, eine Kilowattstunde Strom zu erzeugen.
Die Klimaschutzbürger traten beim dritten Workshop ordentlich in die Pedalen, um zu „erfahren“, wie viel Kraft und Zeit es kostet, eine Kilowattstunde Strom zu erzeugen. Foto: Kreis Steinfurt

„Macht die Dächer voll“. Dazu ermunterte Prof. Dr. Konrad Mertens von der Fachhochschule Münster die Teilnehmenden im Projekt „Klimaschutzbürger 2.0“ des Vereins energieland2050 beim dritten Workshop. Der Verein hatte dazu in den Bioenergiepark Saerbeck eingeladen. Das Motto „Energiesparen und Wohnen“.

Mertens erklärte, wie Hauseigentümer bestmöglich Sonnenenergie gewinnen und nutzen können. Auch wenn die Einspeisevergütung gesunken sei, der Eigenverbrauch rechne sich: „Die Kosten für die installierte Leistung sind seit 1980 um den Faktor 100 gesunken. Außerdem ist Sonnenenergie in der Produktion CO2 neutral und damit klimafreundlich.“

Überrascht war mancher von der bisherigen Auslastung der geeigneten Dachflächen auf Wohngebäuden, denn erst 16 Prozent werden nach Angaben Mertens‘ im Kreis Steinfurt bislang genutzt. Eine weitere interessante Information bezog sich auf sich auf den Wert der Energie. So ließ der Professor die Klimaschutzbürger auf einem „Energierad“ in die Pedale treten, um zu „erfahren“, wie viel Kraft und Zeit es kostet, eine Kilowattstunde Strom zu erzeugen: Fünf Stunden dauert es im mittleren Tempo. Am Markt kostet die Kilowattstunde Strom derzeit 30 Cent. Energieberater Franz Wennemann vom Verein energieland2050 erläuterte, dass Wärmeverluste beim Wohnen durch gute Wärmedämmung, Vermeidung von Wärmebrücken und effiziente Fenster oder durchdachte Fenstergrößen vermieden werden können. Nachträgliche Dämmung, moderne Fenstertechnik und neue Fensterdichtungen seien sinnvolle Maßnahmen, um Gebäude energetisch zu sanieren, sagte Wennemann. Der Bereich „Wohnen“ macht nach Angaben des energieland2050 gegenwärtig 20 Prozent des durchschnittlichen Ressourcenverbrauchs einer deutschen Bürgerin oder eines Bürgers aus.

Zu jedem Workshop gehört es dazu, dass die Klimaschutzbürger Ziele und Maßnahmen formulieren, die sie selbst zu Hause ausprobieren. So auch dieses Mal zum Thema Energiesparen und Wohnen – unterstützt durch eine persönliche Energieberatung. Neben den Tipps und Informationen hatten die Klimaschutzbürger auch Gelegenheit, den Bioenergiepark zu besichtigen. Thomas Dertenkötter vom Förderverein Klimakommune Saerbeck zeigte ihnen unter anderem erneuerbare Energietechniken. So war ein Besuch in eine Windenergieanlage und auf die großflächigen Photovoltaik-Anlagen auf dem ehemaligen Militärgelände möglich.

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