Baugrundstücke im Kreis Steinfurt deutlich teurer
Wohnbauland kostete 2019 im Schnitt 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr

Kreis Steinfurt -

Wohnbauland ist im Kreis Steinfurt im vergangenen Jahr im Schnitt um 4,2 Prozent teurer geworden. Das zeigen neueste Werte, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Steinfurt unter Vorsitz von Henning Meyer, Leiter des Vermessungs- und Katasteramtes des Kreises, zum Stichtag 1. Januar 2020 für das Kreisgebiet mit Ausnahme der Stadt Rheine, die über einen eigenen Gutachterausschuss verfügt, ermittelt hat.

Donnerstag, 05.03.2020, 16:37 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 16:50 Uhr
Baugrundstücke im Kreis Steinfurt deutlich teurer: Wohnbauland kostete 2019 im Schnitt 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr
Foto: dpa

Während in Emsdetten, Wettringen, Hopsten und Ibbenbüren die Preise für Wohnbauland am stärksten gestiegen sind, blieben die für Saerbeck, Nordwalde, Lotte und Altenberge konstant.

Grundlage der diesjährigen Richtwertsitzungen waren 4064 Kaufverträge, die 2019 von Notaren zur Auswertung vorgelegt wurden. Die Vertragszahlen blieben dabei auf dem Niveau des Vorjahres, wobei der Umsatz um 31 Prozent auf rund eine Milliarde Euro stieg. Dabei wechselte eine Fläche von etwa 1000 Hektar im Bereich des Gutachterausschusses den Eigentümer. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von rund 19 Prozent. 44 Prozent der Kaufverträge waren bebaute Grundstücke, in 23 Prozent der Kaufverträge wurde Wohnungs- und Teileigentum veräußert, 13 Prozent waren unbebaute Grundstücke und 4,5 Prozent landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die restlichen 15,5 Prozent entfielen auf verschiedene kleinere Marktsegmente. Die meisten Verträge verzeichnete Ibbenbüren mit 646 Kauffällen, mit 58 Verträgen wurde in Saerbeck am wenigsten gehandelt.

Die Preissteigerungen für Wohnbauland fielen sehr unterschiedlich aus: So waren die Preisanstiege vor allem in Emsdetten (+18,8 Prozent), Wettringen (+11), Hopsten (+9,9) und Ibbenbüren (+9,6) signifikant. Die Preisspanne für Wohnbauland reicht von 45 Euro in Hopsten und Recke bis zu 360 Euro in Emsdetten.

Bei gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern werden nach den statistischen Auswertungen vermehrt Preise zwischen 250 000 und 350 000 Euro gezahlt. Für eine Eigentumswohnung mit einer statistischen Größe von 67 m² wurde im Ersterwerb 2610 Euro/m² gezahlt. 2018 lag der Preis bei 2624 Euro/m² für eine statistische Wohnungsgröße von 82 m². Die 2019 verkauften Eigentumswohnungen im Ersterwerb waren bei fast gleichem Preisniveau im Durchschnitt kleinere Wohnungen.

Bei landwirtschaftlich genutzten Grundstücken lag die Steigerung für Ackerlandflächen bei 5,4 Prozent und für Grünlandflächen bei 8,1 Prozent. Das ergibt einen durchschnittlichen Preis für Ackerland von 8,40 Euro und sowie für Grünland von 3,90 Euro. Damit haben sich die Preise für Ackerland vom Marktbericht 2012 mit 3,70 Euro für den Quadratmeter Acker zum Marktbericht 2020 mehr als verdoppelt. Die aktuelle Preisspanne der Bodenrichtwerte für Ackerland reichte von 5,40 Euro/m² in Westerkappeln bis 10,50 Euro/m² in Ochtrup.

Alle für 2020 beschlossenen Bodenrichtwerte können unter www.boris.nrw.de abgerufen werden. Weitere Detailinformationen und Auswertungen zum Immobilienmarkt im Kreis Steinfurt finden Interessierte im Grundstücksmarktbericht 2020, der im April ebenfalls über das Bodenrichtwert-Informationssystem (BORIS) kostenlos bezogen werden kann.

Weitere Auskünfte werden telefonisch unter der Rufnummer (0 25 51) 69 19 00 oder per Mail (gutachterausschuss@kreis-steinfurt.de) erteilt.

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