Ministerin kandidiert erneut im Wahlkreis Steinfurt III
CDU nominiert Anja Karliczek mit 94,2 Prozent

Kreis Steinfurt -

Als die CDU-Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking am Samstagmittag gegen 13:30 Uhr das Ergebnis bekannt gab, brandete geradezu tosender Beifall auf den luftig besetzten Rängen der Freilichtbühne Tecklenburg auf: Anja Karliczek (49) hatte sich soeben mit 162 Stimmen gegen ihren Herausforderer, den Ibbenbürener Rechtsanwalt Hendrik Kaldewei (47), überdeutlich durchgesetzt.

Samstag, 24.04.2021, 15:44 Uhr aktualisiert: 24.04.2021, 15:58 Uhr
Ministerin kandidiert erneut im Wahlkreis Steinfurt III: CDU nominiert Anja Karliczek mit 94,2 Prozent
Der Moment nach der Ergebnisbekanntgabe: Anja Karliczek erhielt 94,2 Prozent der Stimmen. Mit ihr freuen sich der Ehrenvorsitzende und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (M.) und der CDU-Europaparlamentarier Dr. Markus Pieper (2.v.r.). Foto: Michael Hagel

Die Lokalmatadorin, Bundesbildungs- und -forschungsministerin wird sich im September erneut für die CDU um ein Bundestagsdirektmandat bewerben. Kaldewei brachte es auf acht Stimmen bei einer Enthaltung. Satte 94,2 Prozent der Delegierten votierten für Karliczek – und damit für die Frau, die sie meist sowohl persönlich als auch durch ihre langjährige politische Arbeit gut kannten.

Dieses eindeutige Ergebnis deutete sich bereits während der jeweils gut 30-minütigen Vorstellungsrunden an. Als Hendrik Kaldewei ans Rednerpult schritt, gab es allenfalls dünnen Beifall, der sich während seiner Ausführungen nicht ein einziges Mal wiederholen sollte. Mit den regionalen Themen des Wahlkreises befasste sich der Ibbenbürener erst gar nicht, ihm ging es ausschließlich um den „digitalen Überwachungsstaat“, in dem wir uns seiner Auffassung nach bereits befinden. Apokalyptische Zukunftsvisionen einer „Marginalisierung des Menschen durch künstliche Intelligenz“ – das waren seine Themen. Und die Coronapolitik, die er für vollkommen verfehlt hält. Am Ende rührten sich nur wenige Hände zum Applaus.

Anja Karliczek betonte in ihrem Beitrag stattdessen die Chancen und Möglichkeiten, die neue Technologien bieten – und die tiefe Verbundenheit mit der Region, für die sie bereits acht Jahre lang Politik betreibt. Nachher, als alles vorbei war, sagte sie: „Natürlich ist die Situation mit einem innerparteilichen Gegenkandidaten neu gewesen, aber so funktioniert ja der politische Wettbewerb.“ In diesem Fall bescherte er ihr ein überdeutliches Votum für eine erneute Kandidatur im Wahlkreis 128.

Anja Karliczek - Bundesbildungsministerin aus dem Münsterland

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  • Anja Karliczek ist seit März 2018 Bundesbildungsministerin. Ernannt wurde sie von Frank-Walter-Steinmeier - dennoch lässt sie sich noch oft im Münsterland sehen.

    Foto: Wilfried Gerharz, dpa, Gunnar A. Pier
  • Anja Karliczek stammt aus Brochterbeck.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Im März 2018 ernannte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sie zur Bundesministerin für Bildung und Forschung.

    Foto: dpa
  • Sehr präsent ist sie dennoch in ihrer münsterländischen Heimat - wie hier im November 2018 bei einem Afrika-Gottesdienst in Greven-Reckenfeld, wo sie von Pfarrer Martin Frohnhöfer als Dank einen Schirm geschenkt bekam.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anja Karliczek ist ein gern gesehener Gast - wie hier im August 2018 beim Sommerfest der Bezirksregierung Münster mit Regierungspräsidentin Dorothee Feller (links) und Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu Hause auf der große Bühne - hier mit Fritz Pleitgen und Jens Spahn in Berlin.

    Foto: dpa
  • Wieder im Münsterland: Besuch im Juli 2018 in der Confiserie Rabbel in Westerkappeln.

    Foto: Michael Baar
  • Mit Winfried Kretschmann

    Foto: dpa
  • Sehr präsent ist sie dennoch in ihrer münsterländischen Heimat - wie hier im November 2018 bei einem Afrika-Gottesdienst in Greven-Reckenfeld.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neue Heimat: Berlin.

    Foto: PF
  • Januar 2019: Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, und Anja Karliczek (beide CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, stellen während einer Pressekonferenz den Startschuss der Nationalen Dekade gegen Krebs vor.

    Foto: dpa
  • Ein trauriger Anlass: Im April 2018 nahm Bildungsministerin Anja Karliczek (2.v.l) zusammen unter anderem mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker an einem Gottesdienst nach der Amokfahrt in Münster teil.

    Foto: dpa
  • Büro mit Aussicht: Anja Karliczek auf dem Balkon ihrer neuen Heimat in Berlin.

    Foto: Vera Szybalski
  • Wieder im Münsterland: Besuch im Juli 2018 in der Confiserie Rabbel in Westerkappeln.

    Foto: Michael Baar
  • Bundesministerin Anja Karliczek besucht die CEBIT in Hannover

    Foto: dpa
  • Juli 2018: Freisprechung bei der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf in der Bürgerhalle Ibbenbüren.

    Foto: Dirk Drunkenmölle
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