Streit um die Nitratbelastung im Kreis Steinfurt
Messwerte vielerorts noch immer hoch

Kreis Steinfurt -

Es ist ein Problem, das wissen alle: die oft zu hohe Nitratbelastung in den Böden und im Grundwasser im Kreis Steinfurt. Eine zentrale Ursache ist die stickstoffhaltige Düngung mit Gülle, Gärresten aus Biogasanlagen und Mineraldünger in der Landwirtschaft. Und doch fallen die Detailbewertungen und Schlussfolgerungen ziemlich unterschiedlich aus – je nachdem, wen man gerade fragt. Von Michael Hagel
Montag, 03.05.2021, 16:47 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 03.05.2021, 16:47 Uhr
Streit um die Nitratbelastung im Kreis Steinfurt: Messwerte vielerorts noch immer hoch
Nitrat ist im landwirtschaftlich genutzten Kreis Steinfurt schon länger Thema. Betroffen sind Flüsse wie die Ems. Die Gülleausbringung gilt als eine der Hauptursachen für die Gewässerbelastung. Foto: dpa (Symbolbild)
Albert Rohlmann etwa, als WLV-Kreisverbandsvorsitzender oberster Interessenvertreter der Landwirte im Kreis, sagt: „Wir sind da schon recht gut vorangekommen und können etwa die Gülledüngung heute viel besser individuell steuern.“ Gisbert Lütke vom NABU-Kreisverband meint: „Etliche Messwerte sind nach wie vor viel zu hoch.“ Und Harald Gülzow von der Umweltorganisation VSR-Gewässerschutz sagt: „Wir haben zuletzt vor allem im nördliche Kreis Steinfurt bei Brunnenwasseruntersuchungen zum Teil drastisch erhöhte Nitratwerte festgestellt.“ Neue „Gebietskulisse“ Seit dem 1. März gilt für den Kreis Steinfurt eine neue „Gebietskulisse“, also eine aktualisierte Karte, auf der rote Areale eine hohe Nitratbelastung ausweisen, grüne Areale eine weniger hohe Belastung.
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