Jugendschutz in Coronazeiten
„Die Situation eskaliert eher als sonst“

Kreis Steinfurt -

Die Jugendschutzstelle des Kreises ist oft der letzte Rettungsanker – doch auch hier grätscht Corona rein. Denn: Gemeldet werden Fälle oft von der Polizei, aber auch von Erzieherinnen, Lehrkräften oder Freunden. Und die bekommen in Zeiten geschlossener Schulen und Kitas einfach kaum etwas mit. Niedrig ist die Zahl der gemeldeten Fälle trotzdem nicht. Von Michael Hagel
Dienstag, 04.05.2021, 16:35 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 04.05.2021, 16:35 Uhr
Jugendschutz in Coronazeiten: „Die Situation eskaliert eher als sonst“
Häusliche Gewalt, Suchtprobleme, Frustration – oft leiden Kinder und Jugendliche darunter massiv. Mitunter kann dann nur noch eine Inobhutnahme Schlimmeres verhindern. Foto: dpa (Symboldbild)
Manchmal geht es einfach nicht mehr. Wenn Kinder und Jugendliche ihr Zuhause als Hölle erleben, wenn die Sucht der Eltern massiv wird oder wenn die Last der Probleme in Gewalt mündet, dann ist im Kreis Steinfurt die Jugendschutzstelle oft der letzte Rettungsanker. Aber: In Coronazeiten ist die Inobhutnahme deutlich schwieriger geworden – weil vieles einfach nicht nach draußen dringt. Peter Middendorf (62) kennt die persönlichen Dramen nur zu gut. Der Psychologe und SPD-Kreistagspolitiker arbeitet seit vielen Jahren für die Ev. Jugendhilfe, die seit fast 30 Jahren für den Kreis und die Kommunen mit eigenem Jugendamt die Inobhutnahmen durchführt.
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