Ladbergen
Rauchschwaden ade

Donnerstag, 12.04.2007, 16:04 Uhr

Ladbergen . Die Aschenbecher haben ausgedient. Künftig ist das Jugendzentrum „rauchfreie Zone“. Die Jugendlichen wollen nicht erst das Verbot per Gesetz abwarten, sondern freiwillig auf den Glimmstängel verzichten: der Gesundheit und den frisch renovierten Räume zuliebe.
Seit Dienstag werden im Jugendzentrum Pinsel und Putzlappen geschwungen. „Wir haben eigentlich alles gestrichen, was man streichen kann“, erzählt Regina Storck , die Leiterin des Jugendzentrums. Ob Betonsäulen und Kamin, Fenstersims oder Sanitärräume, überall waren und sind die fleißigen Helfer aktiv. Die jüngsten unter ihnen, zehn Jahre alt, und die ältesten mit 26 Lenzen hatten genug zu tun und waren mit Feuereifer bei der Sache. Fünf bis zehn Aktive seien immer vor Ort gewesen, freut sich Regina Storck.
Bevor die Pinsel in die Farbe getaucht werden konnten, galt es erst einmal, alles gründlich zu reinigen. Und das war nicht immer einfach. Kreidemalereien lassen sich ja noch mit Wasser von den Wänden waschen. Doch bei Kaugummi und Edding musste auch schon einmal die „chemische Keule“ eingesetzt werden. Dass solche Verunreinigungen künftig unterbleiben, könnte ein angenehmer Nebeneffekt der Aktion sein. Denn wer verunstaltet Wände, die er selbst mühsam gereinigt und gestrichen hat? Diesen Effekt erhofft sich Regina Storck und ist optimistisch. Außerdem mache es einfach Spaß, zusammen zu werkeln und die Räume zu gestalten.
Ein neues Gesicht wird unter anderem die Küche erhalten. In rund drei Wochen wird eine neue Küchenzeile geliefert. Außerdem ist die rund 20 Jahre alte Sitzbank „heraus geflogen“, eher gesagt mühsam auseinander geschraubt worden. Statt dessen soll es eine bequeme Sofa-Ecke geben.
Nun sollen natürlich Rauchschwaden die frischen Farben nicht mehr vernebeln. Das Rauchen sei immer wieder Thekengespräch gewesen, schildert Regina Storck. Die Jugendlichen und das „E-Team“ (alles Raucher) haben schließlich den Beschluss gefasst, die Zigaretten aus dem Gebäude zu verbannen. „Ich bin froh, dass die Jugendlichen die Entscheidung selber getroffen haben. Wenn sie an Entwicklungen beteiligt werden und Entscheidungen treffen, halten sie diese auch ein“, ist die Leiterin überzeugt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/442590?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F699477%2F699486%2F
Prinz Thorsten II. und Tief „Yulia“ stürmen das Rathaus
„Yulia“ machte nicht nur die Fidelen Bierkutscher um Präsident Heinz Kenter (mit Schirm) nass.
Nachrichten-Ticker