Ladbergen
„Papa, komm’ mit ins Boot“

Sonntag, 08.07.2007, 13:07 Uhr

Ladbergen . „Komm, Papa.“ Klein-Marcel zupft seinen Vater energisch am Ärmel. „Du musst mit ins Boot. Das ist ganz toll“, bettelt der Steppke und bietet all seine Überredungskünste auf. Noch etwas skeptisch schaut Detlef Döbberthin auf das blaue Zweier-Kajak vor seinen Füßen und dann auf die spiegelblanke Wasserfläche des Stockdieksees, auf der schon ein gutes Dutzend bunter Boote schon unterwegs ist. „Okay. Wenn ich denn da hineinpasse, bin ich dabei“, zeigt Döbberthin auf die schmale Einstiegsöffnung des Zweierkajaks.

„Kein Problem“, meinen Ilse und Dieter Nowak vom Kanusport Ladbergen (KSL). Mit ein paar Handgriffen ist im Boot ein vergrößerter Raum für lange Erwachsenenbeine geschaffen und schon kann die abenteuerliche Reise von Vater und Sohn auf unbekannten Gewässern starten. „Balance halten ist das Wichtigste“, geben die erfahrenen KSLer den frisch gebackenen Seeleuten noch mit auf den Weg, drücken ihnen ein Paddel in die Hand, dann gibt’s einen Schubs und mit vorsichtigen Paddelschlägen setzt sich das Kajak vom Ufer weg in Bewegung.

Marcel strahlt und auch Vaters Gesichtszüge entspannen sich zusehends, als das Kajak leicht übers Wasser auf die „offene See“ gleitet. „Das klappt gut“, freuen sich Ilse und Dieter Nowak.

Mit ihrem zehnköpfigen Team vom KSL hatten sie am vergangenen Samstagnachmittag alle Hände voll zu tun, um 25 kleine und große Kajak- und Kanadierfahrer im Rahmen des Kinderferienprogramms mit dem Kanusport vertraut zu machen. „Schon zum vierten Mal sind wir jetzt mit einer Aktion in den Sommerferien auf dem Stockdieksee dabei. Und es ist immer wieder toll zu sehen, wie viel Spaß das Paddeln nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen macht“, erzählt Ilse Nowak.

Das Interesse am Kanusport ist ungebrochen groß. Ruckzuck war die KSL-Ferienveranstaltung auch in diesem Jahr ausgebucht. „Die Kinder sind sehr geschickt beim Paddeln“, loben die Mitglieder des KSL die ambitionierten Nachwuchskanuten, die unermüdlich ihre Runden drehen und tunlichst vermeiden, zu nah ans Ufer heranzupaddeln, um nur nicht Gefahr zu laufen, herausgerufen zu werden. Zu schön ist es draußen auf dem Wasser.

„Es sind ein paar echte Talente dabei“, meint Ilse Nowak und ruft dann doch alle Boote zurück, denn zum Abschluss des Kanunachmittags sollen alle Kinder ihre Geschicklichkeit bei einer Wettfahrt auf dem Stockdieksee unter Beweis stellen. Mit Feuereifer sind die Nachwuchs-Paddler bei der Sache, um ausgestreute Tennisbälle wieder einzusammeln. Da stören sie auch die Regentropfen, die Petrus als nassen Gruß von oben auf die Kanusport-Eleven schickt, nicht wirklich.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/500565?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F699477%2F699483%2F
Besser an der Mensa parken
Rund um das Universitätsklinikum ist es alles andere als einfach, einen Parkplatz zu finden. Mehr als 10 000 Beschäftigte und Tausende Besucher steuern dass UKM täglich an.
Nachrichten-Ticker