Ladbergen
Warten und Geduld

Sonntag, 15.07.2007, 12:07 Uhr

Ladbergen . „Ich glaube, der ist noch ein bisschen zu klein.“ Kritisch schaut Bernd den silbrig-glänzenden Seebewohner in seiner Faust genau an. „Der darf wieder ins Wasser“, entscheidet der Vierzehnjährige. Aber so einfach ist’s dann doch nicht, ihn in die Fluten zurück zu schicken, schließlich hat der kleine Fisch den Angelhaken mit dem leckeren Fliegenmadenköder noch in seinem Maul stecken. „Den Haken müssen wir jetzt vorsichtig entfernen“, erklärt Dirk Fiegenbaum .

Der Vorsitzende des Angelsportvereins steht Bernd bei der schwierigen Operation zur Seite. Ein paar geübte Handgriffe mit dem entsprechenden Werkzeug, schnell ist der Haken draußen, der kleine Fisch wieder in seinem nassen Element und die Angel schon zu einem neuen Versuch im Stockdieksee platziert. Warten auf neues Anglerglück.

Wie Bernd nutzten am vergangenen Samstagnachmittag knapp 40 Kinder aus Ladbergen (und einige Eltern und Großeltern als Begleitung) das Schnupperangebot des Angelsportvereins am Stockdieksee im Rahmen des Ferienprogramms. „Wir sind schon seit ein paar Jahren immer dabei“, sagt Dirk Fiegenbaum, der gleich mit einer ganzen Truppe von Angelsportfreunden zum Stockdieksee gekommen ist. Schließlich sollen alle Kinder, die verteilt um den See an verschiedenen lauschigen Plätzen sitzen, fachmännisch betreut werden.

„Schön ist, dass wieder viele Mütter, Väter, Omas und Opas dabei sind“, freuen sich die Angelexperten, die immer wieder die Runde am Ufer entlang drehen, um nach dem Rechten zu sehen. „Alles in Ordnung?“ Marie und Helga Fabich nicken. „Alles bestens“, sagt Helga Fabich, selbst passionierte Anglerin, die mit ihrer Enkelin beim Ferienprogramm dabei ist, um die Achtjährige für’s Angeln zu begeistern. „Das einzige, was uns noch fehlt, sind Fische“, lacht sie. Aber darauf, erzählt sie weiter, komme es ja eigentlich auch gar nicht an. Am Ufer zu sitzen, die Natur und die Ruhe zu genießen, allein das mache schon das Angelerlebnis aus.

„Warten und Geduld gehört beim Angeln dazu“, macht sie ihrer Enkelin Mut, die schon gerne einmal einen Fisch aus dem Wasser ziehen würde. Vielleicht beim nächsten Versuch. Aber auch nebenan bei Jens und Marvin hat noch kein Flossentier angebissen, weder ein kleines noch ein großes. Keine neue Erfahrung für Jens, der schließlich schon einen Jugendfischereischein besitzt. „Auch wenn man nichts fängt, macht es trotzdem großen Spaß hier zu sein und sich zu unterhalten“, erzählt er. „Und vielleicht gibt’s ja schon bald eine Überraschung am Angelkaken. Man weiß eben vorher nicht, wann das sein wird“, gibt er die Hoffnung nicht auf.

Am anderen Seeufer ist eine kleine Rauchwolke zu sehen. Das Team des Angelsportvereins hat den großen Grill angeworfen, schließlich macht Angeln auch hungrig. Und satt werden alle Angelfans, auch die, die (noch) keine großen Fische an der Angel hatten, denn hier gibt’s leckere Grillwürstchen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/574435?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F173%2F699477%2F699483%2F
WDR macht Platz für 130 Wohnungen
Von der Mondstraße zum Servatiiplatz (v.l.) Stadtbaurat Robin Denstorff, Studioleiterin Andrea Benstein, Oberbürgermeister Markus Lewe, Dr. Carsten Wildemann (Leiter der WDR-Gebäudewirtschaft), Dr. Christian Jäger (Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau) und Dr. Thomas Robbers (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster) stellten die gemeinsamen Pläne von Stadt und WDR vor.
Nachrichten-Ticker