Ladbergen
Aus Mais und Gülle wird Energie

Mittwoch, 08.08.2007, 14:08 Uhr

Ladbergen . Probleme, ärgerliche Zeitverzögerungen und das ganze Hickhack um die Ansiedlung der Biogasanlage am Telgter Damm – die unangenehmen Erfahrungen können die Gesellschafter der „Bio-reg-En Gmbh & Co KG“ nun vergessen. Die Anlage steht nicht nur an dem von ihnen gewünschten Standort, sie funktioniert auch reibungslos. Grund genug, sie nun endlich offiziell einzuweihen – mit einem Festakt und zwei Tagen der offenen Tür.

Am Samstag und Sonntag, 1. und 2. September, ist die Bevölkerung eingeladen, sich umzusehen und an einer der Führungen teilzunehmen, die angeboten werden. Von 10 bis 18 Uhr sind alle Interessenten an beiden Tagen willkommen. Es kann sogar ein Familienausflug werden, denn während sich die Erwachsenen in die Technik der Anlage einweihen lassen, gibt es für die Kinder keine Langeweile. Die „Abenteuerkiste“ aus Greven wird vor Ort sein, ein kleines Zirkuszelt aufbauen und viele Spiele im Gepäck haben. Natürlich gibt es auch Bier und Würstchen, Kaffee und Kuchen.

Präsentieren werden sich auch Firmen, die am Bau der Anlage mitgewirkt haben. Zudem lädt die benachbarte Gärtnerei Kötterjohann zum Besuch ein, denn sie nimmt die Energie beziehungsweise Wärme der Biogasanlage ab, um ihre Treibhäuser zu beheizen. Obwohl erst August, ist das bereits nötig, da es nachts zu kühl werde für Pflanzen wie beispielsweise Weihnachtssterne, erläutert Björn Kötterjohann. Die Pflanzen bräuchten kontinuierlich 18 bis 21 Grad.

Die Biogasanlage hatte am 15. März den Betrieb aufgenommen. „Wir haben dann langsam die Leistung gesteigert“, berichtete Wilhelm Rahmeier, Geschäftsführer der „Bio-reg-En“. Nach zehn Wochen wurde die Anlage auf Volllast gefahren – bis an die Leistungsgrenze. Bis zu 526 Kilowatt produziert die auf 500 Kilowatt angelegte Anlage pro Stunde. Im Durchschnitt lag die Leistung im Juni bei 102 und im Juli bei 103 Prozent. Jeden Tag kommen so kontinuierlich 12 400 Kilowatt zusammen.

Und was „frisst“ die Anlage pro Tag? Auch da ist Rahmeier über die Maßen zufrieden. Kalkuliert habe man anfangs mit 27 Tonnen Mais und 20 Kubikmeter Gülle. Tatsächlich verbraucht werden 21 Tonnen Mais und fünf bis sieben Kubikmeter Gülle.

Der Mais wird einmal im Jahr angeliefert und an der Anlage gelagert. Auch die benötigte Gülle sorgt für keinen großen „Trecker-Tourismus“. Im Februar ist der Güllebehälter befüllt worden und seitdem noch nicht wieder.

Über all diese Fakten können sich die Besucher am 1. und 2. September informieren.

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