Ladbergen
Profitieren vom Schutz der Umwelt

Freitag, 31.08.2007, 17:08 Uhr

Ladbergen . Durch Umweltschutz Geld verdienen – das ist die Intention, die das Projekt „ Ökoprofit “ so interessant macht. Unternehmen investieren in den Umweltschutz, verbrauchen weniger Energie und sparen dadurch wiederum Kosten ein. Das Projekt wird bereits zum dritten Mal im Kreis durchgeführt. Über Ziele und Ergebnisse berichtete am Donnerstagabend Frank Harnacke , Umweltbetriebsberater bei der Firma Wessling (Beratende Ingenieure) mit Sitz in Altenberge. Dieses Unternehmen ist für die Projektdurchführung verantwortlich, gemeinsam mit der „Baum Consult“ aus Hamm und dem Kreis Steinfurt .

Maximal 15 Unternehmen könne sich an dem Projekt beteiligen, das ein Jahr lang läuft. Die Kosten senken und dabei an die Umwelt denken, das ist die Motivation zur Teilnahme. Und die kostet Geld und Arbeitskraft. Dass sich der Einsatz lohnt, belegte Harnacke an Hand von beeindruckenden Zahlen. So wurden durch die „Ökoprofit-Projekte“ bundesweit 37 600 Tonnen Abfall eingespart und 1 880 000 Kubikmeter Wasser. Der Energieverbrauch ging um 217 Millionen Kilowatt zurück und der CO2-Ausstoß wurde um rund 90 000 Tonnen reduziert.

Im Kreis Steinfurt fielen durch „Ökoprofit“ 97 Tonnen weniger Abfall an, der Energieverbrauch sank um 1,85 Millionen Kilowatt.

Wie funktioniert das Projekt? Der Kontakt zwischen Projektbetreuern und Firmen wird durch den Kreis hergestellt. Die Fachleute kommen dann zunächst in den Betrieb, machen gemeinsam mit dem Unternehmer eine Bestandsaufnahme und erarbeiten mögliche Maßnahmen. Kosten und Energie könne zum Beispiel eingespart werden durch eine Steuerung der Beleuchtung oder durch den Wechsel zu einem anderen Stromanbieter. Dadurch, dass es regelmäßig Workshops für die beteiligten Unternehmer gibt, sind auch lukrative Koppelgeschäfte möglich: Was der eine tonnenweise in den Restmüll schmeißt, kann der andere für sein Unternehmen gerade gut gebrauchen.

Die Workshops befassen sich mit verschiedenen Themen wie Umweltcontrolling, Recht, Arbeitsschutz oder Wasser und Abfall. Dazu gibt es Arbeitsmaterialien und Software.

Es gibt zahlreiche Kooperationspartner wie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises oder die Industrie- und Handwerkskammer. Sie stehen bei dem Projekt ebenso unterstützend zur Seite wie die Betreuer, die die Firmen das ganze Jahr über begleiten.

Die Kosten tragen das Land, der Kreis und die beteiligten Unternehmen. Je nach Mitarbeiterzahl fallen für diese zwischen 2000 und 6000 Euro an.

6000 Euro seien nicht viel, wenn man den richtigen Hebel finde, um daran zu drehen, also beispielsweise Energie einzusparen, berichtete Frank Harnacke.

Wenn das Projekt nach einem Jahr endet, gibt es eine Prüfung und dann ein Zertifikat – dieses wiederum ist gut für das Image eines Unternehmens.

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