Ladbergen
Harmonischer Schlussakkord

Dienstag, 11.09.2007, 14:09 Uhr

Ladbergen . „Jagd vorbei, Halali.“ Als mehr als 200 Bläser aus drei Nationen und drei Generationen auf ihren Jagd- und Parforcehörnern am Sonntagabend den Abschiedsgruß erklingen ließen, setzten sie im Friedenspark einen harmonischen Schlussakkord unter ein in jeder Hinsicht beeindruckendes viertes Ladberger Bläsertreffen . Professor Uwe Bartels dirigierte unter dem Beifall des Publikums das mutmaßlich größte Bläsercorps ganz stilecht mit seinem Waldhorn und blickte in zufriedene Gesichter bei den Teilnehmern und begeisterte Minen in den Zuschauerreihen. Ein farbenfrohes Bild, das den Organisatoren der Gemeinde Ladbergen, des Landesjagdverbandes und der Jagdhornbläser-Gilde zeigte.

Auch in seiner vierten Auflage war das Bläsertreffen im Heidedorf ein voller Erfolg. Waren die Freunde des jagdlichen Brauchtums am Samstag noch bei wechselhaftem Wetter weitgehend unter sich geblieben, strömten am Sonntag schon zum ökumenischen Hubertusgottesdienst Hunderte in den Friedenspark, um beim Bläsertreffen dabei zu sein. Denn nicht nur die beeindruckenden Vorträge der verschiedenen Bläsergruppen, sondern dazu ein buntes Rahmenprogramm waren Garanten für kurzweilige Stunden im Friedenspark.

Dabei hatten die Veranstalter nicht zuletzt auch an die jüngsten Jagdfreunde gedacht. Die rollende Waldschule, betreut von Obmann Hans-Georg Sundermann , lud zu einer spannenden Entdeckungsreise in die Natur ein. Wie fühlt sich eigentlich das Fell eines Hasen an? Welcher Baum hat eine besonders raue Rinde? Auf alle neugierigen Kinderfragen gab’s in der Waldschule eine kompetente Antwort. Passender „Hut“ gesucht? Papierne Modelle, natürlich in Jägergrün und selbst gebastelt in der Hegering-Putzmacherei, standen bei den Kleinen hoch im Kurs.

Wie wird die Jagd heute praktiziert? Bei der Vorführung der Jagdfalken von Familie Pätzholz aus Lengerich und eines Habichts, den Karl-Heinz Kerkhoff aus Bocholt mitgebracht hatte, kamen die Besucher aus dem Staunen nicht heraus, ebenso bei einer Schleppjagd mit der bekannten „Lipper Meute“ quer durch den Friedenspark.

Einen weiteren Höhepunkt hatten die Aktiven des Heimatvereins für das Bläsertreffen vorbereitet: In einem historischen Umzug präsentierten sie Zuschauern und Gästen gute alte Ladberger Traditionen. Als es dann frisch gedämpfte Kartoffeln aus dem großen Kuchel des Heimatvereins und duftendes Brot für alle „Schmächtigen“ gab, war längst klar, dass sich das Bläsertreffen zu einem großen, herzlichen Freundschaftsfest ohne Grenzen entwickelt hat.

Das fanden auch Professor Uwe Bartels und „seine“ Bläser und führten beim Abschlussblasen noch einmal die Hörner an die Lippen: „Auf Wiedersehen“, erschallte es vielstimmig durch den Friedenspark – Auf Wiedersehen beim fünften Ladberger Bläsertreffen, das 2009 stattfinden wird.

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