Ladbergen
Kurzer Weg zur Hilfe

Mittwoch, 12.09.2007, 16:09 Uhr

Ladbergen . Das Angebot ist vielfältig. Von Spielgruppen für Kleinkinder über integrative Gruppen bis hin zu Geburtsvorbereitungskursen . Im DRK-Kindergarten „Die kleinen Strolche“ und den weiteren Räumen des Gebäudekomplexes neben dem Rathaus finden Eltern und Kinder bereits jetzt Förderungen und Hilfen durch speziell ausgebildetes Fachpersonal. Das soll nun ausgebaut und ausgedehnt werden auf alle Ladberger Familien. DRK-Familienzentrum ist das Stichwort. Wie das aussehen soll, das stellte Kindergartenleiterin Elsbeth Holtkamp-Haarlammert jetzt im Jugend-, Sport-, Sozial- und Kulturausschuss vor.

Die Zielgruppe ist groß: Familien mit Kindern jeden Alters, mit einem behinderten Kind und mit Migrationshintergrund. Hilfe und Unterstützung sollen auch Ein-Eltern-Familien (durch Trennung), neu zusammen gesetzte Familien und kinderreiche Familien finden. Auch Familien in Krisensituationen, die kurz- oder langfristig Beratung suchen, finden in dem Familienzentrum fachkundige Unterstützung.

Das neue Zentrum verfolgt verschiedene Ziele. Dabei geht es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und um die Unterstützung von Familien bei ihren Alltagsfragen. Die Bildungs- und Sozialkompetenz von Kindern soll gestärkt und die vorschulische Sprachförderung ausgebaut werden. Die Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern ist ebenso ein Anliegen wie die Vernetzung des Familienzentrums mit anderen Familiendiensten und Institutionen – regional und überregional. Hinzu kommen die Schuldner- und die Lebensberatung.

Der DRK-Kindergarten kooperiert bereits mit einigen anderen Einrichtungen. Und das soll künftig nicht nur den Familien zugute kommen, deren Kinder in den Kindergarten gehen oder die die verschiedenen Angebote nutzen. Die Vernetzung mit Betreuungsdiensten durch Ehrenamtliche, dem Gesundheits-, Jugend- und Sozialamt, mit Spielgruppen und Schulen, Erziehungsberatungsstellen und Kinderärzten sowie Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten deckt eine enorme Bandbreite ab.

Zur Basisarbeit des Familienzentrums zählen die Eltern-Kind-Gruppen. Speziell für Kinder gibt es psychomotorische Übungsbehandlungen, tiergestützte Pädagogik mit Begleithund, heilpädagogisches Voltigieren oder das Streiten lernen, um nur einige zu nennen.

Elterngruppen werden informiert über Krisenverarbeitung, Sprachentwicklung, gesunde Ernährung, konstruktive Konfliktbearbeitung und Medienerziehung.

In Einzelgesprächen erfahren die Familienmitglieder eine systematische und eine psychosoziale Familienberatung. Sprachstandserhebung sowie entsprechende pädagogische und therapeutische Angebote können ebenso genutzt werden wie Spieltherapien.

Die Kooperation zwischen dem Kindergarten und anderen Institutionen funktioniert bereits seit längerem. Beispielsweise bietet die „Lebenshilfe Greven “ einmal im Monat eine Sprechstunde an für Eltern mit einem behinderten Kind und die Frühförderstelle lädt in eine Spielgruppe ein.

Immer wichtiger wird der Bereich des Kinderschutzes. Soziale Vernachlässigung und Verwahrlosung würden leider immer häufiger, schilderte Elsbeth Holtkamp-Haarlammert.

Nun soll in Ladbergen erst einmal ein Elternfragebogen in Kindertagesstätten und der Grundschule verteilt werden, um den Bedarf an den verschiedenen Beratungsangeboten zu ermitteln.

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