Ladbergen
Ladbergen stößt ins Horn

Sonntag, 09.09.2007, 16:09 Uhr

Ladbergen . Vom sprichwörtlichen „Tuten und Blasen“ mussten die Zuschauer keine Ahnung haben, die am Samstag und gestern in den Friedenspark kamen. Neugier allein genügte, um beim vierten Bläsertreffen im Friedenspark dabei zu sein. Das „Tuten und Blasen“, das verstanden die 50 Bläsergruppen mit rund 700 Mitgliedern um so perfekter, denn ambitionierte Jagdhornbläser aus dem In- und Ausland gaben sich in Ladbergen ein Stelldichein.

Ein Ohrenschmaus und eine Augenweide obendrein, denn neben dem Hörnerklang, der durch den Friedenspark schallte, waren es die jagd- und jagdreiterlichen Uniformen, die beim gemeinsamen Eröffnungsblasen am Samstagnachmittag und während der anschließenden Vorträge ein prächtiges Bild abgaben. „Ein toller Anblick“, freute sich auch Bürgermeister Wolfgang Menebröcker , der die Musiker in der Gemeinde Ladbergen willkommen hieß und das Engagement der Bläsergruppen für das jagdliche Brauchtum lobte.

Auch Landrat Thomas Kubendorff , Schirmherr des Bläsertreffens, sparte nicht mit anerkennenden Worten und wünschte Teilnehmern, Veranstaltern und Besuchern eine rechte „Wohlfühlstimmung“ beim Bläsertreffen. Und für eben diese war bestens gesorgt, denn bei allen Vorträgen galt es nicht, richterliche Gunst und Punkte zu erringen, sondern das Jagdhornblasen „unter Freunden“ auszuüben und einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

„Die Atmosphäre ist in Ladbergen immer hervorragend. Es ist schön, Kontakte zu anderen Jagdhornbläsergruppen zu knüpfen und alte Bekannte zu treffen“, schilderte Wilfried Mönster von der Bläsergruppe Hegering Lindern. Schon zum dritten Mal waren Lindener beim Bläsertreffen dabei. Zum ersten Mal schnupperte dagegen Maike Vosskuhl von der Jagdhornbläsergruppe „Diana Papenburg“ die Luft einer großen Bläserveranstaltung in Ladbergen. Erst seit einem Jahr spielt die 15-Jährige das Jagdhorn und gehört damit zum hoffnungsvollen Nachwuchs in Bläserkreisen.

„Die Tradition des Jagdhornblasens hat Zukunft“, davon sind sie und auch ihr Vater Hermann Vosskuhl, selbst passionierter Jagdhornbläser, überzeugt. Ein ganz besonderer Besucher gab sich zum gemeinsamen Abschlussblasen am Samstagabend noch die Ehre: Bauer Heinrich Schulte-Brömmelkamp (alias André Hölscher) aus Kattenvenne machte einen Abstecher in den Ladberger Friedenspark und hatte das passende „Jägerlatein“ auf Lager. Gestern ging das Treffen mit Musik und Rahmenprogramm weiter.

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