Ladbergen
Das Biotop gefällt dem Kammmolch

Ladbergen. Es ist ein kleines, aber feines Naturparadies geworden. Dabei liegt das Biotop eher unscheinbar in einer Wiese am Schulenburger Weg. Passanten können nicht erkennen, wie vielfältig das Leben in und an dem Gewässer mittlerweile ist...

Dienstag, 20.05.2008, 10:05 Uhr

Ladbergen . Es ist ein kleines, aber feines Naturparadies geworden. Dabei liegt das Biotop eher unscheinbar in einer Wiese am Schulenburger Weg. Passanten können nicht erkennen, wie vielfältig das Leben in und an dem Gewässer mittlerweile ist. Bergmolche und Teichmolche, Erdkröten und Wasserfrösche haben sich dort angesiedelt. Bei ökologischen besuchen wurde nun festgestellt, dass auch der streng geschützte Kammmolch (mit höchstens 69 Exemplaren) dort heimisch ist. Was bedeutet das nun für die geplante Bebauung eines Teilbereichs der Wiese, direkt neben dem Kampweg?

Es darf trotzdem gebaut werden. Der Grundstückseigentümer, der das Biotop selbst angelegt hat, muss allerdings für ein zweites Ergänzungsgewässer sorgen – wozu er auch bereit ist. Das erläuterte am Donnerstagabend Norbert Reimann vom Planungsbüro Hahm aus Osnabrück im Planungs-, Bau- und Wirtschaftsförderungsausschuss.

Die Population des Kammmolches sei durch die Bebauung nicht erheblich gefährdet, sondern nur zu acht Prozent, schilderte Reimann die Sachlage. Die Bebauung komme nur in Teilbereichen auf bis zu 35 Meter an das kleine Gewässer heran.

Eine Gefährdung des Molches gebe es eher aus äußeren Einflüssen – nämlich durch Fischbesatz. Der Molch laicht im Wasser – eine leichte Beute beispielsweise für Stichlinge. Würden Fische in das gewässer gelangen, sei der Kammmolch dort zum Aussterben verurteilt, stellte Reimann fest. Um das Überleben der gefährdeten Tierart in dem Bereich zu sichern, ist ein Ergänzungsgewässer erforderlich, in das der Molch im Notfall „umziehen“ kann.

Der Fachausschuss stimmte bei zwei Gegenstimmen der Grünen einer Änderung des Flächennutzungsplanes zu, damit auf dem Grundstück an der Ecke Schulenburger Weg / Kampweg gebaut werden kann.

Außerdem beschloss er bei ebenfalls zwei Gegenstimmen, den Entwurf des entsprechenden bebauungsplanes öffentlich auszulegen.

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