Ladbergen
Vom Herzen her immer ein Liberaler

Dienstag, 09.09.2008, 17:09 Uhr

Ladbergen . Kirmes und Holskenball hat er bereits mitgefeiert und sich auch sonst gründlich umgesehen. Und besonders an den Wochenenden wird er künftig oft in Ladbergen sein, um die Menschen kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen: Dr. Sven Pastoors . Er ist der Bürgermeisterkandidat der FDP . Beim Ortsparteitag votierten die Liberalen am Montagabend einstimmig dafür, mit dem 36-Jährigen anzutreten.

Der Fakultätsmanager an der Technischen Universität Dortmund lebt in Münster und sagt von sich selbst, „vom Herzen her immer ein Liberaler“ gewesen zu sein.

Was ihn daran reizt, sich in Ladbergen um den Chefsessel zu bewerben? „Nirgendwo kann man so viel gestalten und den Menschen helfen wie auf kommunaler Ebene“, sagt Pastoors im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten. Und er hebt hervor, dass es kaum eine Kommune dieser Größenordnung gebe, die so viele Gestaltungsmöglichkeiten biete wie Ladbergen. Die hervorragende Infrastruktur nennt er dafür als einen wesentlichen Grund.

Dass er bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr gegen zwei „alte Hasen“ wie Ingo Kielmann und Udo Decker-König antreten muss, verunsichert Pastoors nicht. Bei seinen Gesprächen mit den Menschen in Ladbergen habe er nämlich auch zu hören bekommen, dass es gar nicht schlecht sei, wenn einmal „jemand von außen“ komme. „Viele sagen, dass die Bürger hier nicht mit einbezogen werden“, berichtet der FDP-Kandidat. Für ihn sei es wichtig, den Menschen erst einmal zuzuhören. Dann erfahre man Dinge, die andere nicht mitbekommen.

Einen guten Bürgermeister macht es für ihn aus, wenn dieser zwar entscheidet, aber im Team mit seinen Amtsleitern. „Die Verwaltung hier ist gut aufgestellt“, lobt Pastoors. Für einen guten Bürgermeister sollte aber auch die Partei eine untergeordnete Rolle spielen, findet er.

Bildung, Familie und Wirtschaftsansiedlung, das werden seine Schwerpunktthemen im Wahlkampf sein. Wirtschaftlich sei Ladbergen gut aufgestellt, findet der Münsteraner. Dass sich aber Firmen hier nicht ansiedeln, weil sie keine Fachkräfte bekommen, dem möchte er entgegen wirken. Und das hängt auch mit dem Thema Familie zusammen. Denn um Fachkräfte nach Ladbergen zu locken, müssten die familiären Rahmenbedingungen stimmen mit guter Kinderbetreuung, günstigem Bauland und einer Verwaltung, die auf die Leute zugehe.

Bei all dem hat Pastoors natürlich auch den demografischen Wandel vor Augen und ist sich einig mit dem FDP-Orstvorsitzenden Jürgen Decker. Es sei wichtig, dass Ladbergen eine bestimmte Größenordnung habe und eine lohnende Aufgabe dafür zu sorgen, handlungsfähig zu bleiben. „Es gibt einen ganz klaren Wettbewerb zwischen den Gemeinden,“ schildert Decker die Situation. „Eigentlich sind wir den anderen einen Schritt voraus“, findet Pastoors und hebt noch einmal die gute Verkehrsanbindung mit FMO, Kanal und Autobahn hervor.

Er selbst will, wenn er denn gewählt wird, auf jeden Fall nach Ladbergen ziehen. Mit dem Grundstückskauf warte er aber bis nach der Wahl, meint er augenzwinkernd, weil er danach bereits oft gefragt worden sei.

Jetzt will er „in Ladbergen an den Wochenenden Vollgas geben“ um bekannt zu werden und mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören. Während der Woche geht sein Beruf erst einmal vor. Für seine Hobbys – Radfahren, Wandern, Schwimmen, Doppelkopf spielen und Kochen – bleibt da nicht viel Zeit. Wohl aber zum Zuschauen beim Handball – dazu gibt es in Ladbergen ja genügend Gelegenheit.

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