Ladbergen
Auf den Service kommt es an

Mittwoch, 12.11.2008, 17:11 Uhr

Ladbergen . Zu ihren Kunden zählen nicht nur bekannte Größen der Region wie die Freilichtspiele Tecklenburg und Tecklenburg Tourismus. Auch weltweit agierende Unternehmen gehören dazu, Windmöller & Hölscher beispielsweise, oder Degussa (heute Evonik). „Blattschuss“ heißt die Werbeagentur, oder, wie sie sich selbst nennt, „Agentur für Aufmerksamkeit“. Seit zwei Wochen hat sie ihr Domizil am Heidesch 1 im Gewerbegebiet am Hafen. Elf Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, hinzu kommen zehn Aushilfen.

Ein kreatives und ehrgeiziges Unternehmen, wie es Bürgermeister Wolfgang Menebröcker und seinem Allgemeinen Vertreter Ingo Kielmann gefällt. Die geschäftsführenden Gesellschafter Matthias Reitz und Christian Wagner hatten die Verwaltungsspitze jetzt in den neuen Räumen zu Gast und informierten über ihr Unternehmen. Mit dabei war auch Nachbar Eckart Schröerlücke. Mit dessen Druckerei arbeitet die Agentur bereits seit längerem zusammen. Und als sich in einem Gespräch ergab, dass das bislang in Lienen-Kattenvenne ansässige Unternehmen Lagerkapazitäten suchte, kam schnell die Idee zur Umsiedlung der Agentur auf. Schröerlücke baute und vermietete das architektonisch auffällige Gebäude samt neuer Halle an „Blattschuss“. An dem Bau seien viele hiesige Unternehmen beteiligt gewesen, berichtete Schröerlücke und betonte: „Auf die kann man sich am besten verlassen.“

Das Gebäude eines Unternehmens habe auch etwas mit Selbstdarstellung zu tun, fand Wolfgang Menebröcker. So etwas wie das Gebäude am Heidesch könnte er sich auch im neuen Gewerbegebiet an der Königsbrücke vorstellen statt „steriler Gewerbearchitektur“. Darin war er sich mit Ingo Kielmann einig. „Wir sind bemüht, ein breites Spektrum zu bekommen“, erläuterte der Bürgermeister weiter und stellt sich einen stärkeren Branchenmix vor. Ladbergen sei bislang „Logistik-lastig“.

Ingo Kielmann ging in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit der Vorfinanzierung bei der Schaffung neuer Gewerbeflächen ein. Dafür müsse man sehr viel Geld ausgeben. Aber, betonte der Wirtschaftsförderer, wenn ansiedlungswillige Unternehmer kämen, dann wollten sie auch möglichst schnell die Flächen nutzen und nicht anderthalb Jahre warten, bis das entsprechende Baurecht geschaffen sei.

„Es ist unsere Aufgabe, zu helfen“, versicherte der Bürgermeister. Nur den Boden zu verkaufen, das sei zu wenig. Die Gemeinde müsse die Unternehmer wie Kunden behandeln, betonte er den Dienstleistungsaspekt.

Dienstleistung wird auch bei „Blattschuss“ groß geschrieben. Und Service. Das sei oft ein Kriterium bei der Auftragserteilung, schilderte Christian Wagner. Wenn die Agentur auch am Wochenende, feiertags oder nachts erreichbar sei, wüssten die Kunden das zu schätzen. Ein weitere Punkt der Firmenphilosophie: Einfache Dinge werden am gleichen Tag erledigt. Wagner: „Während andere noch kalkulieren, drucken wir schon.“

Ob Werbemittel oder Messebau – „Blattschuss“ profitiert von einer breit gefächerten Ausrichtung.

„Blattschuss“ ist kein „Einzelkind“. Dazu kommt in Ladbergen das „Pack-Kontor“. Es gebe viele Dinge, die sich maschinell nicht sortieren, bearbeiten oder verpacken lassen, schildert Matthias Reitz. Da sind dann Köpfchen und Handarbeit gefragt. Ob Karten mit aufgeklebten Stoffproben oder die in Mode gekommenen Schoko-Brunnen – alles wird in Ladbergen verpackt und weltweit versandt.

Und das Unternehmen wächst weiter. In Düsseldorf beschäftigt es bereits fünf Mitarbeiter, Hamburg ist im Aufbau. Man wolle sich kontinuierlich weiter entwickeln, blickt Christian Wagner angesichts der Auftragslage optimistisch in die Zukunft.

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