Jörg Winkelströter zu Gast beim Frauenfrühstück
Himmlisches Federvieh

Ladbergen -

Gibt es Engel? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Frauenfrühstück im evangelischen Gemeindehaus in Ladbergen. Es referierte Pfarrer Jörg Winkelströter.

Mittwoch, 27.06.2012, 22:06 Uhr

Jörg Winkelströter zu Gast beim Frauenfrühstück : Himmlisches Federvieh
Hmmmh: Das Frühstücksbuffet bietet eine große Auswahl. Und am Tisch gibt es noch selbst gemachte Marmeladen als Brötchenaufstrich. Foto: Karin C. Punghorst

„Gibt es Engel?“ Um diese Frage dreht sich am Mittwochmorgen das Frauenfrühstück im evangelischen Gemeindehaus. Pfarrer Jörg Winkelströter gibt unumwunden zu: „Ich habe ein skeptisches und eher distanziertes Verhältnis zu Engeln“. Der Geistliche ist als Referent eingeladen. Wie so oft zurzeit, „zum letzten Mal“, hebt Antje Möller zu Beginn der Veranstaltung hervor. Winkelströter verlässt, wie berichtet, mit seiner Familie Ladbergen und nimmt eine neue Aufgabe in Basel an.

Umso mehr freuen sich die Frauen, den Pastor noch einmal begrüßen zu können. Und auch Winkelströter ist froh, Teil der munteren Runde zu sein – quasi als Hahn im Korb des „himmlischen Federviehs“.

So werden in Ladbergen nämlich Engel genannt. Das Wortspiel kommt nicht von ungefähr. Einer der Vorgänger Winkelströters, Pfarrer Hermann Höhn, soll es geprägt haben. Unter seiner Ägide wurde 1955 der Kircheninnenraum grundlegend renoviert. Unter anderem wurden Engeldarstellungen an den Wänden entfernt. Höhn soll damals gesagt haben: „Das himmlische Federvieh kommt aus der Kirche raus“, gibt Winkelströter die Anekdote am Mittwochmorgen zum Besten.

Persönlich ist für den Geistlichen ein „Engel-Erlebnis“ von besonderer Bedeutung. Während seiner beruflichen Tätigkeit in Paris habe seine Familie einen an Krebs erkrankten Mann kurzzeitig beherbergt.

Kurz vor der entscheidenden Operation seien alle zusammen auf den Montmatre zur Kirche „Sacré Couer“ gegangen. Plötzlich sei aus einer Menschentraube eine Frau auf die Gruppe zugekommen und habe in Deutsch gesagt: „Es wird alles gut gehen, die OP wird gut verlaufen.“ „So schnell, wie die Frau gekommen war, so schnell war sie auch wieder weg“, erzählt Winkelströter.

Welche Erfahrungen haben die Frauen mit Engeln erlebt? Was sagt die Bibel über die Himmelsboten? Darüber entwickelt sich im weiteren Verlauf des Vormittags einen spannende und angeregte Diskussion im evangelischen Gemeindehaus. Rund 25 Frauen unterschiedlichen Alters treffen sich zum Gedankenaustausch in gemütlicher Atmosphäre. Die „sechs Engel“ vom Frauenfrühstück haben in gewohnter Manier alles vorbereitet und nett hergerichtet. Das sind: Antje Möller, Eva-Marie Suhre, Christa Onnebrink, Uschi Göck, Elke Artemeier und Marie-Theres Leetz. Letztere betont ausdrücklich: „Das Frühstück ist für alle Frauen, die Interesse haben, unabhängig von ihrer Konfession.“

Vier bis fünf Mal im Jahr finden die Treffen statt. Programm und Atmosphäre haben ihren Ausstrahlungswert über Ladbergen hinaus. Aus Tecklenburg-Ledde kommt regelmäßig zum Frauenfrühstück Dorothea Lagemann: Für sie hat das einen Grund: „Hier ist ganz viel gutes zu finden.“

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