Heilige Drei Könige sind heute im Dorf unterwegs
Sternsinger bringen den Segen

Ladbergen -

26 Kinder sind in diesen Tagen als Sternsinger im Heidedorf unterwegs. Sie sammeln als „Heilige Drei Könige“ für Projekte in Rumänien und Montenegro. Viele von ihnen sind schon seit Jahren mit Begeisterung bei der Sache.

Samstag, 05.01.2013, 08:01 Uhr

Sie sind festlich gekleidet, tragen Kronen und einen goldenen Stern – die Sternsinger sind auch im Heidedorf wieder unterwegs. Gestern trafen sich die Schüler zum Aussendungsgottesdienst im Haus Widum. Sehr zur Freude der Bewohner, die auch gleich die ersten Münzen in die Sammeldosen warfen.

Danach noch schnell das Foto für die Zeitung und los ging es in die Außenbezirke Ladbergens . Den Kinder war die Freude anzumerken, dass sie sich nun endlich für die gute Sache auf den Weg machen durften. Unterstützung bekamen sie dabei von zahlreichen Eltern. Die übernahmen den Fahrdienst in die Bauerschaften rund um das Dorf.

26 Kinder meldeten sich in diesem Jahr für die Sternsingeraktion an. „Das ist eine gute Beteiligung“, freut sich Pater Hans-Michael Hürter , der gemeinsam mit seinem evangelischen Kollegen Ingo Göldner die ökumenische Aktion betreut. Auch Fritz Lubahn ist wieder mit Feuereifer dabei. Er hält seit Jahren die Fäden für die Sternsingeraktion in Ladbergen in der Hand und freut sich ebenfalls über die gute Beteiligung. „Wir haben viele Kinder, die seit mehreren Jahren mit Liebe und Begeisterung dabei sind“, sagt Pater Hans-Michael Hürter. Darunter seien sogar einige, die bereits im Kindergartenalter dabei gewesen seien und nun – obwohl bereits in der Sekundarschule – immer noch jedes Jahr als Sternsinger los ziehen.

Die Sternsingeraktion steht bundesweit unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein“. So bringen die „Heiligen Drei Könige“ mit dem Kreidezeichen „C+M+B“ den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ auch im Heidedorf zu den Menschen. Dabei gibt es keine Ausnahmen: „Wir besuchen flächendeckend alle Ladberger Haushalte – egal welcher Konfession“, erläutert Pater Hans-Michael Hürter. Dabei ist es ihm wichtig, dass die evangelische und die katholische Kirche in Ladbergen eng zusammenarbeiten – und das seit Jahren. „Das ist ein Zeichen des Zusammenwachsens der ökumenischen Beziehungen“, sagt Hürter.

Deswegen wird der Erlös der Sammelaktion auch gerecht geteilt. Die evangelische Kirche spendet ihren Teil an das „Offene Haus“ in Hermannstadt in Rumänien. Pfarrer Ingo Göldner hat dorthin persönliche Kontakte: „Eine Studienkollegin von mir leitet dieses Haus“, erzählt er. Dort werden Straßenkinder mit warmen Mahlzeiten versorgt, können sich waschen und erhalten Utensilien für die Schule.

Die katholische Kirche spendet ihren Teil an die Partnergemeinde in Klezna in Montenegro. Dort wird das Geld in der Kinder- Jugendarbeit eingesetzt.

Am Sonntag, 6. Januar, treffen sich alle Sternsinger zum ökumenischen Gottesdienst um 10 Uhr in der St.-Christophorus-Kirche. Zu diesem Gottesdienst, den Pfarrer Ingo Göldner und Pater Hans-Michael Hürter zusammen vorbereitet haben, sind auch alle Ladberger eingeladen.

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