„asdec“ plant Bionic-Energiepark/Bürger können mitmachen
Offen für innovative Ideen?

Ladbergen -

Einen Bionic-Energiepark möchte Mathias Böttcher, Geschäftsführer der „advanced technology solutions“ – kurz: „asdec“ –, im Gewerbegebiet „Zur Königsbrücke“ bauen. Beteiligen könne sich daran alle Bürger, die offen für Innovationen sind. Schon mit geringem Einsatz sollen sie dabei langfristig einen Gewinn machen können.

Freitag, 26.07.2013, 18:07 Uhr

Sechs Hallen, ein Außenpark mit LED-Technologie, eine Ladestation für Elektro-Autos und -Fahrräder nebst Segway-Standort: Mathias Böttcher hat große Pläne. Verwirklichen möchte der Geschäftsführer der „advanced technology solutions“ – kurz: „asdec“ – diese mit Hilfe möglichst vieler Ladbergener, die offen für neue Wege sind. Der Manager stellt sich vor, mit ihrem Geld im Gewerbegebiet „Zur Königsbrücke“ einen Bionic-Energiepark der neuesten Hybridgeneration zu bauen, „wie es ihn in dieser Form in Deutschland noch nicht gibt“. Mit geringen Investitionen („Ab 50 Euro aufwärts“) könne jeder Interessierte daran langfristig verdienen, sagt Böttcher. Wenn jeder Bürger mitmachen würde, könne die Finanzierung kurzfristig stehen.

Worum geht es? „Im Prinzip könnten heute viele Haushalte durch neue Speicher-, LED-, Wind- und Hybridtechnologien weitgehend unabhängig von Energieversorgern sein“, erklärt Mathias Böttcher. Der von ihm konzipierte Park könne als Innovations- und Technologiezentrum für Erneuerbare Energien genutzt werden. Dargestellt werden könnten in den einzelnen Hallen Energiespeichertechnologien für Ein- bis Zwei-Familienhäuser, Straßenbeleuchtung mit neuester LED-Technik sowie Wind- und Solarnutzung, die Nutzung von Solar-Wind-Geothermie im Alltag und erneuerbare Energien aus der Natur.

Darüber hinaus könnten ein Schulungszentrum für Kindergärten, Schulen und Universitäten, eine Elektro-Solar-Windladestation für alle Bürger und ein Standort für Segway entstehen. „Von dort aus könnten geführte Touren durch Ladbergen angeboten werden“, sagt der Fachmann.

Wie können Bürger, die sich beteiligen, am Projekt verdienen? „Durch den Verkauf überschüssiger Energie, die Gewinne der Ladestation und anderes kommt Geld in die Kasse“, so Böttcher. In etwa acht bis zehn Jahren könnten sich die Kosten für den Kauf eines Grundstücks und den Bau des Energieparks – Böttcher rechnet hier mit insgesamt etwa ein bis anderthalb Millionen Euro – seiner Meinung nach amortisiert haben. „Dann kommen wir in die Gewinnzone. Die Rendite für die Beteiligten könnte drei bis fünf Prozent betragen.“

Der Gemeinde Ladbergen hatte der Geschäftsmann seine Vorschlag offenbar schon vor einiger Zeit unterbreitet. Wie Bürgermeister Udo Decker-König berichtet, sei dabei angefragt worden, ob ein Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt werden könne. Daran sei man aber nicht interessiert. „Wir wollen die Grundstücke im Gewerbegebiet verkaufen“, so der Verwaltungschef. Deshalb sei das Thema für die Gemeinde „erst einmal vom Tisch.“

Aus Sicht Böttchers hätte Ladbergen mit einem Energiepark „die Chance, ein in Deutschland einzigartiges Projekt auf die Beine zu stellen und sich zu einer Innovations- und Zukunftsgemeinde zu machen“. Ob die Bürger daran interessiert sind, hofft der Geschäftsmann über die Resonanz aus dem Internet zu erfahren. So bietet er am 31. August von 12 bis 14 Uhr eine Info-Veranstaltung in den Räumen des Unternehmens an (Zur Königsbrücke 16). Interessierte finden nähere Einzelheiten unter www.asdec.de im Bereich Service, Seminare, Schulungen.

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