Flughafen Münster-Osnabrück (FMO)
„Starker Partner für die Region“

Ladbergen/Lengerich/Lienen/Tecklenburg -

Gerd Stöwer, Geschäftsführer des Flughafens FMO in Greven, hat sich zuversichtlich gezeigt. Für 2014 erwartet er eine Zunahme sowohl bei den Fluggästen wie auch bei der Zahl der Flugziele. Er befinde sich in guten Gesprächen, sagte er beim Frühstück vor rund 100 Vertretern aus Unternehmen und Verwaltungen. Das Tal sei Ende 2013 durchschritten.

Donnerstag, 19.09.2013, 18:09 Uhr

Der „starke Partner für die Region“ hat zur Zeit „ein paar Problemchen“. So beschreibt Professor Gerd Stöwer , Geschäftsführer des Flughafens Münster-Osnabrück (FMO) die aktuelle Lage in der Hüttruper Heide. An der Airportallee findet er am Donnerstagmorgen ein aufmerksames Publikum: Die Kommunen Ladbergen , Lengerich , Lienen und Tecklenburg haben zum gemeinsamen Unternehmerfrühstück geladen – „das Angebot war sehr schnell ausgebucht“, versichert ein Teilnehmer.

Auch wenn es in diesem Jahr für den „starken Partner“ nicht so gut läuft. Für 2014 hat Gerd Stöwer ein gutes Gefühl. Seine Zuversicht zieht er aus den laufenden Gesprächen für den Sommerflugplan 2014. Das Ziel des FMO: Frequenzen auf bestehenden Strecken erhöhen, Neue Verbindungen hinzugewinnen und aufgegebene reaktivieren. Kein leichtes Geschäft, räumt er ein, denn „die Airlines stehen nicht Schlange“. Man spreche mit 40 Fluggesellschaften und sei am Ende froh, wenn eine neue fixiert werde, beschreibt der Geschäftsführer den aktuellen Gesprächs-Marathon.

Was der FMO im nächsten Jahr anbieten möchte? Gerd Stöwer nennt die Wünsche des Airports: Italien, Portugal, weitere Ziele in Spanien und auf den Kanaren, mehr Städteverkehr und Verbindungen nach Nord- und Osteuropa. „Das Tal könnte 2013 erreicht sein“ ist er zuversichtlich, dass die Zahl der Flugziele und Passagiere im nächsten Jahr gemeinsam wachsen.

Den Vorwurf, der FMO hätte in den vergangenen Jahren zu sehr auf die Fluggesellschaft Air Berlin gesetzt, lässt Gerd Stöwer nicht gelten: „Flughäfen suchen sich nicht die Airlines aus, das läuft umgekehrt.“ Air Berlin habe bis zu 60 Prozent Anteil der FMO-Passagiere befördert und die wichtigsten Strecken bedient. „Da wollte kein anderer hier hin.“

Der Strategie-Wechsel bei Air Berlin – raus aus der Fläche – habe den FMO getroffen. Dass die Gesellschaft OLT Express kurz nach ihrer Ankunft am FMO Insolvenz angemeldet habe, sei nicht vorhersehbar gewesen. „Dadurch fehlen uns in diesem Jahr 200 000 Fluggäste“, beschreibt er das Ausmaß.

Dass mit Ryan Air ein Billigflieger in der Hüttruper Heide angedockt habe, wertet der Geschäftsführer als positiv für den FMO. Die ersten Gespräche mit der Airline habe er im Jahr 2001 geführt. Seit dem habe man jährlich miteinander verhandelt. „Da kommt noch mehr“, ist er sicher, dass die seit Anfang Juli vom FMO beförderten 20 000 Passagiere nur ein erster Schritt sind.

„Wir sind ein Vollsortimenter“, sagt Gerd Stöwer und erläutert den Firmenvertretern die dazu gehörenden fünf Säulen: Klassischer Linienverkehr, ein breites Touristikangebot, Low-Cost-Verkehr, Luftfracht sowie allgemeine Luftfahrt, also Privatflieger. 13 Airlines sind am FMO vertreten, Lufthansa mit 45 Prozent und Air Berlin mit 30 Prozent befördern die meisten Passagiere.

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