Erfolg für Ulrich Erpenbeck & Co.: Produkt im Register regionaltypischer Spezialitäten
Im Westfälischen Schinkenhimmel

Ladbergen -

Dafür haben Ulrich Erpenbeck und seine Mitstreiter im Verein „Schutzgemeinschaft Westfälische Schinken- und Wurstspezialitäten“ lange gekämpft. Nun ist es soweit: Der Westfälische Knochenschinken ist als Marke anerkannt und von der EU-Kommission ins europäische Register regionaltypischer Spezialitäten aufgenommen worden.

Dienstag, 10.12.2013, 19:12 Uhr

„Der Himmel hängt . . .“ nicht voller Geigen, wie es ein Sprichwort immer dann behauptet, wenn jemand besonders glücklich ist. Bei Ulrich Erpenbeck ist es der Westfälische Schinkenhimmel unter der Decke der Diele des Haupthauses von Gut Erpenbeck. Die dort in Säcken herumhängenden Leckereien lassen Gourmets vermutlich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Was den Hausherrn aber besonders freut ist die Tatsache, dass der Westfälische Knochenschinken, um den es sich hier handelt, nach langem Prüfverfahren von der EU-Kommission in das europäische Register regionaltypischer Spezialitäten aufgenommen worden ist. „Wo Westfälischer Knochenschinken draufsteht, muss jetzt auch Westfälischer Knochenschinken drin sein“, freut sich der Fachmann.

Lange haben Ulrich Erpenbeck und andere Mitglieder des Vereins „Schutzgemeinschaft Westfälische Schinken- und Wurstspezialitäten“, zu dessen Mitbegründern der Ladberger Unternehmer zählt, darum gekämpft, den „Westfälischen Knochenschinken“ als Marke anerkannt und geschützt zu bekommen. Gemäß der europäischen Verordnung EWG-VO 2081/92 hatten sie für den Schinken eine in Europa geschützte geografische Angabe (g.g.A.) beantragt und im April 2005 das erste Schinkenfest auf Gut Erpebeck gefeiert. Mit dabei war seinerzeit neben Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn auch Stefan Waltering, der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft.

Das die Ziele, die sich die Unternehmer damals auf die Fahne geschrieben hatten, jetzt erreicht sind, freut sie natürlich.

Ulrich Erpenbeck hat von Kindesbeinen an ein besonderes Verhältnis zum Westfälischen Knochenschinken. „Meine Mutter hat 1967 mit der Vermarktung begonnen“, erinnert er sich. Bis zu 20 Schinken, gepökelt in alten Weinfässern eines Onkels, hingen damals im Speicher.

Im Laufe der Jahre wurde die Produktion verfeinert und perfektioniert. Der Schinken wird geliefert von den Höfen von 27 Landwirten aus der Region, deren Tierbestand unter stetiger Kontrolle steht. Er enthält jeweils noch den Röhrenknochen an, der ihm letztlich seinen unverwechselbaren Geschmack gibt. Er wird (in Meersalz) sechs Wochen lang gepökelt, mit Brunnenwasser abgewaschen und darf dann mindestens sechs Monate lang trocknen.

Bevor dann der Röhrenknochen entnommen und das entstanden Loch dann im Vakuum verschlossen wird, so Erpenbeck, fällt die Entscheidung: räuchern oder weiter lufttrocknen?

Die einzelnen Schritte der Herstellung des Westfälischen Knochenschinkens sind vielfältig und es dauert rund ein Jahr, bis das Produkt endlich verkauft werden kann. Ungeduld kennt Ulrich Erpenbeck aber nicht. „Uns ist es wichtig, gute Produkte zu liefern“, versichert er. Eine Haltung, die seine Kunden ihm offenbar danken. „Viele halten uns seit 30 Jahren die Treue“, freut sich der Fachmann.

Einen Einblick in das umfangreiche Angebot des Gutes Erpenbeck können Interessierte beim traditionellen Weihnachtsmarkt am Samstag, 14. Dezember, von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag, 15. Dezember, von 11 bis 18 Uhr bekommen.

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