Aus einem Geburtstags-Gag des Stoßtrupps entwickelt sich der Bollerwagen-Umzug
Schnapsidee mit Folgen

Ladbergen -

Zum achten Mal wird sich am 3. März der Bollerwagen-Umzug im Heidedorf in Bewegung setzen. Um 15.11 Uhr, wie es sich eingebürgert hat, „damit die Kinder noch im Hellen nach Hause kommen“. Damit begründet Reinhard Kemper die Vorverlegung der ursprünglichen Startzeit 16.11 Uhr vor einigen Jahren.

Donnerstag, 09.01.2014, 07:01 Uhr

Zum achten Mal wird sich am 3. März der Bollerwagen-Umzug im Heidedorf in Bewegung setzen. Um 15.11 Uhr, wie es sich eingebürgert hat, „damit die Kinder noch im Hellen nach Hause kommen“. Damit begründet Reinhard Kemper die Vorverlegung der ursprünglichen Startzeit 16.11 Uhr vor einigen Jahren. „Eigentlich wäre das in diesem Jahr nicht notwendig“, ergänzt er mit Blick auf den relativ späten Termin für den Rosenmontag. „Da bleibt es ja schon länger hell.“

Was vor Jahren als spontane Idee umgesetzt wurde, bedarf inzwischen gründlicher Vorbereitung. Der erste Bollerwagen-Umzug resultiert aus einer Schnapsidee – und dem Beharrungsvermögen einiger Ladberger. „Mein Bruder hatte an Rosenmontag Geburtstag und wir haben überlegt, was man da machen könnte“, erinnert sich Reinhard Kemper. „Wir“, das ist der Stoßtrupp, ein Verein, den es seit über drei Dekaden gibt.

Herausgekommen ist dabei ein Bollerwagen-Umzug. „Nur in der Siedlung, einmal die Straße rauf und runter.“ Hört sich nicht spektakulär an, so wie der Ladberger das erzählt. Drei Bollerwagen bringt der Stoßtrupp auf die Räder, zwei weitere Nachbarn des Geburtstagskindes. Mit Kind und Kegel geht es die Straße rauf – und erst sehr viel später wieder runter.

„Einige Ladberger hatten Wind von der Sache bekommen, standen am Straßenrand und ließen uns keine Wahl: Wir mussten auch durch den Ort ziehen“, beschreibt das Stoßtrupp-Mitglied die Geburtsstunde des Ladberger Karnevals-Umzuges. Gefallen hat´s den Akteuren auch. „Das machen wir wieder im nächsten Jahr“, ist sich die Stoßtruppe einig.

Gesagt, getan. 2008 geht´s auf den Bürgersteigen durchs Heidedorf. Die Stimmung ist gut, alles klappt, „nur die Polizei hat sich quergelegt“, schmunzelt Reinhard Kemper im Gespräch mit den WN. „So geht´s im nächsten Jahr nicht mehr“, erinnert er sich an die ernste Ermahnung. 2009 müssten die Straßen gesperrt werden. Der Bollerwagen-Umzug hat sich zum Publikumsmagnet entwickelt.

Rund 20 Gruppen haben sich bereits für den achten Bollerwagen-Rosenmontags-Umzug im Heidedorf angemeldet. Im Vorjahr sind es 25 gewesen. Diese Zahl wird locker erreicht. Davon ist Reinhard Kemper überzeugt. Schließlich seien unter den vorliegenden Anmeldungen einige neue Gruppen und ein paar „Stammgäste“ hätten sich noch nicht gemeldet.

Warum die Anmeldung wichtig ist? „Wir besorgen die Kamelle“, nennt er den Grund. Wer mitziehen will, sollte sich bei ihm (E-Mail reinhard.kemper@t-online.de) oder Helmut Haarlammert (E-Mail helmuthaarlammert@gmx.de) melden.

Gruppen aus Nachbarorten sind ausdrücklich willkommen. „Aus Lengerich waren auch schon welche dabei“, berichtet das Stoßtrupp-Mitglied. So 4000 bis 5000 Zuschauer erwarten die Organisatoren am Rosenmontag im Heidedorf. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. „Damit haben wir bislang immer Glück gehabt“, ist und bleibt Reinhard Kemper Optimist.

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