Bäume gefährden Mauer an der evangelischen Kirche
Bei vier Linden wird Säge angesetzt

Ladbergen -

Für viele Bewohner des Heidedorfs gehören sie zum schönen Ortsbild, doch jetzt müssen einige der hohen Laubbäume an der Kirche weichen. Denn das Wurzelwerk der etwa 100 Jahre alten Gewächse drückt gegen die ebenfalls sehr alte Mauer. Um deren Umstürzen zu verhindern, geht es nun vier Bäumen an der Seite zur Dorfstraße an die Rinde.

Sonntag, 02.02.2014, 20:02 Uhr

Bei einem Ortstermin vor rund vier Wochen wurde die Problematik der Bäume auf dem Friedhof am Eingangsbereich zur Dorfstraße besprochen. Bürgermeister Udo Decker-König , Försterin Tina Schumann, Jörg Berlemann (Bündnis 90/ Die Grünen ), Kirchenmeister Martin Oelrich und Tim Lutterbei (Gemeindeverwaltung) waren sich bei dieser Begehung einig, das Maßnahmen erforderlich sind, wenn weitere Schäden an der unter Denkmalschutz stehenden Kirchmauer verhindert werden sollen. Besonders betroffen sind dabei die drei Bäume in Richtung Farbenhaus Stapel. Um das optische Bild möglichst einheitlich zu halten, soll auch ein Baum links neben dem Eingangsbereich entfernt werden.

„Wir bedauern die Maßnahmen sehr“, waren sich Udo Decker-König und Jörg Berlemann einig. „Ich sehe aber keine Alternative“, fügte Berlemann hinzu, der gerne möglichst große Bäume als Ersatzpflanzung sieht. Dieses soll mit für den Ort typischen Linden geschehen. „Der Charakter der Kirche soll sich nicht zu sehr verändern.“

Das Fällen der Bäume sowie die Neuanpflanzung werden durch die evangelische Kirchengemeinde vorgenommen. „Die Denkmalschutzbehörde steuert leider nichts dazu bei“, hatte der Bürgermeister erfahren. Die Gemeinde wird die Straßensperrung während der Arbeiten vornehmen. „Es findet eine ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Kirche und politische Gemeinde statt“, freute sich Udo Decker-König. Martin Oelrich pflichtete ihm bei. „Die Maßnahmen sind auch Wunsch der Kirche.“

Die weiteren Bäume entlang der Kirchmauer in Richtung Eisdiele stellen momentan noch kein größeres Problem dar. Doch waren sich die Teilnehmer an der Ortsbegehung einig, dass die Bäume langfristig gefällt werden müssen, um den Erhalt der Kirchmauer zu gewährleisten. „Wir hoffen natürlich, das diese noch einige Jahre stehen bleiben können“, meinte Jörg Berlemann. Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre muss dieses jedoch durchgeführt werden, so wird geschätzt.

Recht zügig soll die aktuelle Maßnahmen umgesetzt werden. „In den nächsten Tagen geht’s los“, kündigte Martin Oelrich an.

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