Unterstützung für den Pfarrer
Ingo Göldner erhält Verstärkung

Ladbergen -

Ab Mitte März wird Friedrich Altekrüger seinen Kollegen Ingo Göldner unterstützen. „Der ist ausgeliehen bis die Kollegin zurückkommt“, spricht der Fußball-Fan in André Ost aus dieser Formulierung. Im Grunde genommen ist der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg froh, dass er auf Pfarrer wie Friedrich Altekrüger zurückgreifen kann.

Sonntag, 09.02.2014, 22:02 Uhr

Das kann auf Dauer nicht so weitergehen. André Ost sagt es nicht wörtlich, aber anders lässt sich die Aussage des Superintendenten nicht interpretieren. Seit November ist Ingo Göldner allein auf weiter Flur bei der Betreuung der evangelischen Christen im Heidedorf. Seine Kollegin Dörthe Philipps steht seitdem nicht mehr zur Verfügung. Aus einem schönen Grund: Sie ist schwanger (WN, 8. Februar).

Der ist, ebenso wie seine Frau Monika und zehn weitere Amtsbrüder und -schwestern, offiziell „Pfarrer im Entsendedienst“. Damit werden Priester bezeichnet, die keine eigene Pfarrstelle besetzen. Drei Jahre dauert jeweils die Beauftragung. Abgedeckt werde damit eine Vielzahl an Aufgaben, die der Kirchenkreis beziehungsweise die Gemeinden sonst nicht leisten könnten. Das steht für André Ost fest. Er nennt als Beispiele Altenheime, Krankenhäuser und auch die Erwachsenenbildung.

Nicht unwichtig für die Gemeinden und den Kirchenkreis: Die Besoldung der Pfarrer im Entsendedienst trägt die Landeskirche. Es ist allerdings „ein Auslaufmodell“, da die Evangelische Kirche von Westfalen ab dem Jahr 2017 „eine große Pensionierungswelle“ erwarte. „Dann sollen sich die Pfarrer im Entsendedienst auf die frei werdenden Pfarrstellen bewerben“, erläutert André Ost die Überlegungen auf höherer Ebene.

Was ihm Sorge bereitet: „Wie sollen wir die Arbeitsbereiche retten, die jetzt von den Kolleginnen und Kollegen im Entsendedienst betreut werden?“ Nicht nur für ihn dürfte das „eine spannende Frage“ sein.

Für Friedrich Altekrüger und seine Frau Monika wird sich der Alltag ab Mitte März wieder etwas ändern. Die Pfarrerin ist seit geraumer Zeit in Lienen eingesetzt und vertritt mit einer halben Stelle die Kollegin Annette Bethlehem. Wie ihr Mann hat Monika Altekrüger eine 75-Prozent-Stelle. Zu den 50 Prozent in Lienen kommen 25 Prozent hinzu, mit denen sie im Klinikum Ibbenbüren seelsorgerisch tätig ist.

Friedrich Altekrüger wird zwei Drittel seiner 75-Prozent-Stelle künftig in Ladbergen in den Dienst für die Menschen stellen. Mit einem Viertel bleibt er aber in Lengerich.

Was mit diesem kleinen Teil möglich ist? „Viel mehr als Vertretungen bei Trauungen, Beisetzungen oder im Urlaub nicht“, weiß auch der Superintendent um die geringe Zeitspanne. „Doch die Kirchengemeinde Lengerich hat großen Wert darauf gelegt, dass Friedrich Altekrüger den Fuß in der Tür behält“, freut er sich hörbar über die Wertschätzung für den Kollegen.

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