Grundschüler lernen viel über die „Nachhaltigkeit“
Mutter Natur auf der Spur

Ladbergen -

Gucken wie der Salat wächst und wo die Regenwürmer wohnen: Das und mehr konnten Schüler der Ladberger Grundschule im Rahmen von drei Projekttagen, die sie gemeinsam mit Wissenschaftlern und Studierenden der Uni Osnabrück und ihren Lehrern durchführten. Beteiligt an der Aktion war auch die Familienstiftung Ladbergen.

Donnerstag, 12.06.2014, 23:06 Uhr

„Boden ist nicht gleich Boden“ – auch, wenn’s wie eine Binsenweisheit klingt: Professor Dr. Gabriele Broll ist es wichtig, dies schon Kindern im Grundschulalter vor Augen zu führen. „Was wir hier machen, steht unter dem Thema , Nachhaltigkeit ’. Wir zeigen den Kleinen, welche Pflanzen auf welchem Untergrund gedeihen, wie sie wachsen und geerntet werden“, sagt die Seminarleitern von der Uni Osnabrück .

Gemeinsam mit einigen Doktoranden und Bachelor-Absolventen sowie den Lehrern Andrea Mehliß und Stephan Gemeine von der Grundschule Ladbergen verbringt die Wissenschaftlerin drei Tage auf dem Areal des Heckentheaters in Kattenvenne. Mitgebracht haben die Mädchen und Jungen Salatpflanzen, die sie aus Saatgut rund drei Wochen lang in Töpfen selbst gezogen haben. Jetzt bilden die ausgewachsenen Vertreter der Flora die Grundlage für einen leckeren Snack.

„Heute werden wir den Kindern die Beschaffenheit verschiedener Böden erklären“, berichtet Professor Broll. Im Grundschulalter hätten diese noch keine Scheu, die Proben anzufassen, sie durch die Hände rinnen zu lassen und sie so buchstäblich zu begreifen. „Mit zunehmendem Alter werden die pingeliger“, ist sich die Fachfrau sicher.

Dass der Boden „lebt“, soll eine weitere Station zeigen. Regenwürmer und anderes Getier warten dort darauf, begutachtet zu werden.

Was die Kinder unter Anleitung tun, vermittelt nicht nur ihnen ein besseres Verständnis für die Umwelt und mehr Wissen. Auch Studenten – sei es, dass sie Lehrer werden wollen oder gerade eine Doktorarbeit schreiben – profitieren davon, sagt Gabriele Broll. Zum einen, weil sie ihre Kenntnisse zum Thema Boden später einmal in den Unterricht einbringen können – Broll: „Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, unsere Studierenden dazu zu motivieren“ –, zum anderen im Verlauf eines neuen Master-Studienganges, den die Universität Osnabrück anbiete.

Dass die Kinder des dritten und vierten Schuljahres im Verlauf der Projekttage im Heckentheater Kattenvenne viele neue Erfahrungen sammeln können, ist auch der Familienstiftung Ladbergen zu verdanken. Deren Vorsitzender Dr. Heinz Hörster begleitet das Projekt. „Es passt sehr gut zu unserem Profil, Bildung und Erziehung zu fördern“, versichert er. Die Schule und das Familienzentrum seien „die Hauptziele“ der Familienstiftung, so Hörster.

„Eine Einrichtung wie die Familienstiftung sollte es in jeder Gemeinde geben“, lobt Professor Gabriele Broll. „Dadurch, dass sich die Mitglieder ehrenamtlich in Aktionen wie diese einbringen, bietet die Stiftung auch eine Chance für Generationen übergreifende Arbeit.“

Heinz Hörster freut sich über das Lob ebenso wie darüber, dass in der Stiftung „alle an einem Strang“ ziehen.

Die Mädchen und Jungen können die Bodenproben buchstäblich begreifen.

Professor Dr. Gabriele Broll

Eine Einrichtung wie die Familienstiftung Ladbergen sollte es in jeder Gemeinde geben.

Professor Dr. Gabriele Broll
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