Aus einer Laune heraus wird Blau Weiß Moorschänke von einigen Hobby-Kickern gegründet
Derbe Schlappe bei der Premiere

Ladbergen -

Fast könnte man es eine Schnapsidee nennen: Da sitzen vor mehr als 40 Jahren einige Herren in der „Moorschänke“ zusammen und grübeln: „Was könnten wir denn einmal tun?“ Es dauert nicht lange, bis einer die Idee hat: „Wir spielen Fußball!“

Freitag, 04.07.2014, 08:07 Uhr

Weil das nicht nur gelegentlich geschehen, sondern auch langfristig eine Perspektive haben soll, gründen die Männer eine Thekenmannschaft: Nach einigem Vorlauf steht das Team „Blau Weiß (BW) Moorschänke “. Am 1. Juni 1971 findet das erste Spiel statt.

Günter König erinnert sich genau: „Wir sind damals gegen Rot Weiß Aabach Lengerich angetreten und haben mit 7:1 haushoch verloren.“ Diese Schlappe ließen die Heidedörfler aber nicht auf sich sitzen. Schon zwei Wochen später standen sie wieder auf dem Platz und lieferten den Lengerichern ein Spiel, das die Jungs aus Ladbergen mit 3:1 für sich entschieden. „Ihr habt aber schnell dazugelernt“, soll jemand seinerzeit gesagt haben, berichtet Günter König.

Das sei dem ersten Betreuer der Thekenmannschaft Blau Weiß Moorschänke, Egon Kötter , zu verdanken gewesen, so König weiter. Der habe rund zehn Jahre lang die Truppe dirigiert. Dann übernahm Günter König das Training. „Eine Lizenz hatte und habe ich bis heute nicht. Darum nannte ich mich auch nicht Trainer, sondern Betreuer“, berichtet er.

Die aktiven Zeiten von „Blau Weiß Moorschänke“ sind längst vorbei. Die Erinnerungen bleiben. Aufgefrischt wurden sie jetzt bei einem Treffen ehemaliger Spieler in den Räumen von Christel und Günter König an der Moorstraße.

„Mit ganz viel Liebe und Herzblut“, berichtet Edgar Haarlammert, habe das Ehepaar die Zusammenkunft vorbereitet gehabt. „Sie hatten Trikots und Pokale sowie alte Fotos liebevoll dekoriert, und sogar der alte Trikotkoffer ist noch in ihren Händen.“

Bei gutem Essen und dem einen oder anderen „Schlückchen“ plauderten die Fußballspieler von einst über die Vergangenheit und ließen so manches Spiel gedanklich Revue passieren. Am Ende waren sich alle einig: „Dieser Abend war etwas Besonderes und dem Organisations-Team gebührt unser Dank.“

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