„Spirit of Ireland“ begeistert mit klackenden Hacken zur Live-Musik knapp 300 Zuschauer
Das Lebensgefühl der grünen Insel

Lengerich -

Chris McSorley hat das Publikum im Griff. Kein Wunder. Wenn seine Hacken klacken, dann geht der Rhythmus vom Bühnenboden direkt ins Blut. Da klatschen auch sonst eher zurückhaltende Lengericher den Takt und schmunzeln über den kleinen Gag, als eine Absatzplatte wegfliegt und ein freundlicher Helfer selbige mit Tape am Schuh des Dance-Captains befestigt

Donnerstag, 22.01.2015, 21:01 Uhr

Die Lebensfreude der Tänzer wird bei „Spirit of Ireland“ ebenso spürbar wie die Schwermut, die in einigen Liedern zu finden ist. Nicht nur die Akteure auf der Bühne, auch die Musiker und Sängerin Lisa Murphy erhielten viel Beifall von den Zuschauern
Die Lebensfreude der Tänzer wird bei „Spirit of Ireland“ ebenso spürbar wie die Schwermut, die in einigen Liedern zu finden ist. Nicht nur die Akteure auf der Bühne, auch die Musiker und Sängerin Lisa Murphy erhielten viel Beifall von den Zuschauern Foto: Sigmar Teuber

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Mit dem Programm „Spirit of Ireland “ wollen Michael Schweiger , Geschäftsführer von Miro-Entertainment, und seine 15 Akteure starke Truppe ein Stück Lebensgefühl von der grünen Insel auf die Bühne bringen. Wer sich darauf einlässt, der spürt sie tatsächlich: die Lebensfreude der Tänzer, aber auch die Schwermut, die zuweilen in den Liedern liegt.

Trifft das Stakkato der klackenden Hacken schon die Herzen des Publikums, so gilt Gleiches auch für die glockenhelle Sopranstimme der Sängerin Lisa Murphy . Sie singt ihre Lieder nicht nur in Englisch, sondern auch Irisch-Gälisch (Gaeilge) – übrigens beides Amtssprachen in der Irland. Zwischendurch setzt die Handtrommel wirkungsvolle Kontrapunkte zu ihrer Stimme.

In „Spirit of Ireland“, einer Produktion von Michael Carr, haben sich einige der besten irischen Stepptänzer und Musiker zusammengefunden. Im Unterschied zu anderen Irish Dance Produktionen bringt die Band die beinahe mythischen Klänge der Uilleann Pipes, die Töne von Akkordeon und Piano, die Riffs der Gitarre und die Melodien der irischen Fidel und Flöte nicht aus der Konserve, sondern live ins Publikum.

Tänzerinnen und Tänzer müssen sich nicht darauf konzentrieren, ihre Absätze synchron mit der Technik knallen zu lassen, dürfen auch mal improvisieren. Dass gefällt. In den stillen Passagen, in denen die Frauen elfengleich in „Soft Shoes“ beinahe lautlos über den Boden schweben ebenso, wie im kraftvollen Stepp.

Knapp 300 Zuschauern gefällt offensichtlich die Mischung. Sie sparen nicht mit Applaus.

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