Prof. Dr. Horst Seebass verstarb am 12. April
Ein Mann von hohem Ansehen

Ladbergen -

Professor Dr. Horst Seebass hat Zeichen gesetzt, nicht nur im Heidedorf. Am Sonntag verstarb der Ladberger im Alter von 80 Jahren.

Donnerstag, 16.04.2015, 05:04 Uhr

Professor Dr. Horst Seebass hat Zeichen gesetzt, nicht nur im Heidedorf. Vielen Menschen dürfte er hier und über die Ortsgrenzen hinaus zwar als ein Mann bekannt sein, der mehr als 30 Jahre lang Vorsitzender der Lärmschutzkommission war, und sich auch in dieser Tätigkeit hohes Ansehen erworben hat. Bei 14 Neuwahlen in dieser Zeit gab es nie einen Gegenkandidaten, was als ein Merkmal besonderer Kompetenz zu deuten sein dürfte. Doch Seebass war auch ein Alttestamentler mit fundiertem Wissen, dessen Werke oft gelesen und diskutiert werden. Am Sonntag verstarb Horst Seebass im Alter von 80 Jahren.

Neben anderen Institutionen würdigt auch die Evangelisch-Theologische Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn den Gelehrten, an der er von 1989 bis 1999 als Professor für Altes Testament und Lehrstuhlinhaber wirkte und sich dort hohes Ansehen erwarb.

Seebass habe sich zunächst für die Naturwissenschaften interessiert und für Mathematik, Physik und Chemie in Tübingen und Göttingen immatrikuliert. Nach dem ersten Examen in der hannoverschen Landeskirche im Juni 1959 habe er eine Stelle als Hilfsassistent bei Martin Noth bekommen und 1962 die Dissertation in Bonn abgeschlossen.

Im Jahr 1964 sei die Habilitation erfolgt. Zu dieser Zeit habe Professor Horst Seebass als Hebräischlehrer an der Kirchlichen Hochschule Bethel gearbeitet.

Von 1966 bis 1981 sei Seebass an der Universität Münster tätig gewesen, schreibt die Uni Bonn. Zunächst im Rahmen einer Diätendozentur, dann als Professor. Sein Dienst an der Fakultät sei die Übernahme des Dekanats gewesen. An der Universität die des Prorektorats für studentische Angelegenheiten vom Wintersemester 1978/79 bis zum Wintersemester 1981/82.

Im Wintersemester 1981/82 sei der Ladberger Professor in Mainz geworden. Von dort sei er 1989 zur Uni nach Bonn gewechselt, wo er an der Evangelisch-Theologischen Fakultät von 1994 bis 1996 das Dekansamt versehen habe.

Horst Seebass war Alttestamentler. Er verfasste Monografien zur Biblischen Hermeneutik, zu den Herrscherverheißungen im Alten Testament, zur Josephsgeschichte und zur Thronfolgegeschichte.

Ein Anliegen, das ihm auch persönlich wichtig war, kommt in seinem Buch „Der Gott der ganzen Bibel“ zum Ausdruck, in dem er den Bezug der beiden Testamente reflektiert.

Am Freitag nehmen die Familie, Freunde und Weggefährten Abschied von Prof. Dr. Horst Seebass. Der Trauergottesdienst findet um 14 Uhr in der evangelischen Kirche in Ladbergen statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof „Auf dem Rott“.

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