Registrierungsaktion an der Lönshalle
Gemeinsam gegen den Blutkrebs

Ladbergen -

Alle 16 Minuten erhält nach ein Mensch in Deutschland die Diagnose: „Blutkrebs“. Viele Menschen benötigen zum Überleben eine Stammzellenspende. Mit einer Typisierungsaktion sollen am 31. Mai in der Lönshalle möglichst viele potenzielle Spender gefunden werden.

Montag, 27.04.2015, 07:04 Uhr

Sie wollen helfen: Friedel Snethkamp, Ann-Christin Schäpers, Jutta Decker und Markus Kemper (von links) hoffen, dass sich am 31. Mai viele Menschen für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen.
Sie wollen helfen: Friedel Snethkamp, Ann-Christin Schäpers, Jutta Decker und Markus Kemper (von links) hoffen, dass sich am 31. Mai viele Menschen für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Foto: Sigmar Teuber

Alle 16 Minuten erhält nach Auskunft von Fachleuten ein Mensch allein in Deutschland die Diagnose Blutkrebs . Viele benötigen zum Überleben eine Stammzellspende, finden jedoch keinen passenden Spender.

Um Blutkrebspatienten zu helfen und ihre Chancen auf Heilung zu verbessern, planen Ann-Christin Schäpers, Jutta Decker und Friedel Snethkamp mit Unterstützung der Jungen Union aus Lengerich – beim Pressegespräch vertreten durch den Vorsitzenden Markus Kemper – gemeinsam mit der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am 31. Mai (Sonntag) eine Registrierungs­aktion im Heidedorf.

„Jeder kann helfen“, sagt Friedel Snethkamp. „Wer gesund sowie zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, darf sich als Spender registrieren lassen. Zudem kann jeder Geld spenden, um die Registrierungen finanziell zu ermöglichen.“

Viele Blutkrebspatienten könnten nur überleben, wenn es irgendwo auf der Welt einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gebe, der zur Stammzellspende bereit sei. Im günstigsten Fall liege die Wahrscheinlichkeit bei 1:20 000, einen passenden Spender zu finden. Bei seltenen Gewebemerkmalen fände sich eventuell unter mehreren Millionen kein „genetischer Zwilling’“.

„Die Suche ist auch deshalb so schwer, weil noch immer viel zu wenige Menschen als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung stehen. Wer sich nicht in eine Spenderdatei aufnehmen lässt, kann nicht gefunden werden“, weiß Friedel Snethkamp.

Die Registrierungsaktion in Ladbergen soll dazu beitragen, möglichst vielen Patienten Hilfe zu bringen. Sie findet von 11 bis 16 Uhr in der Lönshalle am Lönsweg 31 statt. Dazu gibt es ein buntes Programm: Kinder dürfen sich schminken lassen und auf der Hüpfburg hüpfen, die Oldtimerfreunde Wechte präsentieren ihre Fahrzeuge und „Hatino“ zeigt sein zauberhaftes Können.

Ihr Kommen zugesagt haben auch der Landrats-Kandidat der CDU, Dr. Klaus Effing (gegen 14 Uhr) sowie Landrat Thomas Kubendorff (gegen 15.30 Uhr), der die Schirmherrschaft über die Registrierungsaktion übernommen hat. Für das leibliche Wohl der Besucher sollen Kaffee und Kuchen sowie gekühlte Getränke sorgen. Der Erlös aus deren Verkauf soll der DKMS zugute kommen.

Alles eitel Sonnenschein? Nein: „Im Moment bereitet uns eine Sache großen Kummer: Es fehlt Geld“, gesteht Ann-Christin Schäpers. Da die Bestimmung der Gewebemerkmale im Labor sehr aufwendig und teuer sei, entstünden der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 50 Euro. Diese würden nicht von den Krankenkassen getragen, sodass die gemeinnützige Gesellschaft allein auf Spendengelder angewiesen sei, um die Registrierungskosten zu finanzieren.

„Wir wollen alles Menschenmögliche tun, um zu helfen. Wir hoffen, dass viele Menschen am 31. Mai mitmachen und sich registrieren lassen. Aber wir hoffen auch, dass bis dahin mehr Geld auf dem Konto ist“, so Friedel Snethkamp.

Jeder Betrag – ob groß oder klein – der auf dem Spendenkonto eingehe, finanziere die Spenderneugewinnung und verbessere dadurch die Überlebenschancen für alle Patienten weltweit. „Jeder Euro zählt!“, so die Organisatoren.

Spenden an: DKMS-Spendenkonto, IBAN DE57 2655 0105 1551 2514 89; BIC NOLADE22XXX,

Weitere Informationen unter der E-Mail-Adresse a.schaepers@max-moritz.de sowie bei Markus Kemper, ✆ 01 76 / 64 67 37 75 und Friedel Snethkamp, ✆ 0 54 82 / 75 82.

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