Dietmar Roller (IJM) referiert beim Männerfrühstück
Moderne Sklaverei im Fokus

Ladbergen -

„Menschenhandel und moderne Sklaverei in der heutigen Zeit – und was wir dagegen tun können“ lautete das Thema beim Männerfrühstück. Referent war Dietmar Roller, Vorstandsvorsitzender der International Justice Mission Deutschland (IJM).

Montag, 11.05.2015, 07:05 Uhr

Wertvolle Informationen in gemütlicher Runde: Die Organisatoren des Männerfrühstücks, Werner Suhre, Günther Haug, Alexander Fentker und Bodo Möller (von links) nahmen den Referenten Dietmar Roller in die Mitte.
Wertvolle Informationen in gemütlicher Runde: Die Organisatoren des Männerfrühstücks, Werner Suhre, Günther Haug, Alexander Fentker und Bodo Möller (von links) nahmen den Referenten Dietmar Roller in die Mitte. Foto: Anne Reinker

Das Männerfrühstück im „Gasthaus zur Post“ bietet Ladberger Bürgern regelmäßig die Gelegenheit, sich in gemütlicher Runde mit bedeutsamen Themen auseinanderzusetzen. Eingeladen war am Samstagmorgen auch Dietmar Roller . Als Vorstandsvorsitzender der International Justice Mission Deutschland (IJM) referierte er zum Thema „Menschenhandel und moderne Sklaverei in der heutigen Zeit – und was wir dagegen tun können.“

Vor allem in Asien, Ostafrika und Lateinamerika setzt sich die Menschenrechtsorganisation IJM für die Rechte der Opfer von Menschenrechtsverletzungen ein. Rund 35 Millionen Männer und Frauen weltweit seien versklavt, berichtete Dietmar Roller den Besuchern. Angesichts dieser Tatsache könnten Vergleiche gezogen werden mit dem Menschenhandel vor mehreren Jahrhunderten. „An der Art, wie es läuft, hat sich nicht viel verändert“, so der Referent.

Für Opfer von „Schuldknechterei“, die sich durch mehrere Generationen einer Familie ziehen könne, Zwangsprostitution und sexueller Gewalt setze sich die IJM unter anderem ein.

„Nach dem Drogen- und Waffenhandel ist der Menschenhandel leider immer noch der lukrativste Bereich in der Kriminalität“, meinte Roller. Begünstigt würde dies durch fehlende Bildung der Bevölkerung in den betroffenen Ländern. „Solange Menschen keinen Zugang zu Bildung haben, haben sie auch keine Kenntnis von ihren Rechten.“

Den Opfern den Zugang dazu zu vermitteln, sei eine Aufgabe der Vereinigung. Zudem arbeite die Organisation mit professionellen Ermittlern zusammen, die gemeinsam mit der örtlichen Polizei Aktionen, bei denen unter Umständen mehrere hundert Opfer befreit werden könnten, durchführten.

Auch die Schulung von Mitgliedern der Polizei und der Staatsanwaltschaft in den betroffenen Gebieten gehöre zur Arbeit der International Justice Mission Deutschland, ebenso wie die Kooperation mit der jeweiligen Regierung.

„In manchen Ländern fehlen einfach gut ausgebildete Polizisten und Richter“, so Dietmar Roller. Durch die Durchsetzung der Rechtsmittel habe man bisher einiges erreichen und zahlreiche Opfer aus ihren menschenunwürdigen Situationen befreien können.

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