Ehrenamtliche suchen Unterstützung
Flüchtlingshilfe vernetzt

Ladbergen -

Die Zuweisung von Flüchtlingen in immer größerer Zahl stellt viele Kommunen vor Probleme. Die machen auch vor dem Heidedorf nicht Halt. Das machte am Donnerstagabend Sigrid Bücker Dowidat, Leiterin des Ladberger Sozialamtes, den Mitgliedern des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses deutlich. Sie zeigte aber auch auf, dass fünf der Institutionen, die sich mit den Themen Flüchtlinge und Asylbewerber beschäftigten, sich vernetzt hätten, um effektiver helfen zu können.

Montag, 31.08.2015, 09:08 Uhr

Das Sortiment des „Oberstübchens“ ist reichhaltig. Ein großer Teil der Artikel, die hier Anita Hölscher, Gudrun Timmerhindrich und Elsbeth Reinker (von links) sortieren, kommt zurzeit Flüchtlingen in Ladbergen zugute.
Das Sortiment des „Oberstübchens“ ist reichhaltig. Ein großer Teil der Artikel, die hier Anita Hölscher, Gudrun Timmerhindrich und Elsbeth Reinker (von links) sortieren, kommt zurzeit Flüchtlingen in Ladbergen zugute. Foto: Sigmar Teuber

Bücker-Dowidat erklärte, dass der Gemeinde in diesem Jahr bisher 31 neue Menschen zugewiesen worden seien. Mit neun weiteren werde gerechnet, sodass allein in diesem Jahr 40 Personen ein Dach über dem Kopf erhalten müssten. „Noch steht uns Wohnraum zur Verfügung. Spätestens im nächsten Jahr müssen wir neue Unterkünfte gefunden haben“, erklärte die Fachfrau.

Nach einem kürzlichen Treffen von 42 Personen, die sich mit Hilfen für Flüchtlinge beschäftigten, hätten sich der Integrationskreis , die Familienstiftung, das Jugendzentrum, das „Oberstübchen“ und die Gemeinde Ladbergen zu einem Netzwerk zusammengetan, das Betroffene in vielfältiger Weise unterstütze, so Bücker-Dowidat weiter. „Die Mitglieder des Integrationskreises, die seit rund 25 Jahren auch die Kleiderkammer betreiben, geben Sprachkurse und begleiten Betroffene bei vielen Amts- und Arztgängen. Das Jugendzentrum leistet Integrationshilfe. Die Familienstiftung hilft mit Geldspenden. Das ,Oberstübchen’ steuert Geschirr, Töpfe und anderes bei“, zählte die Sozialamtsleiterin einige Dinge auf.

Da zurzeit Menschen aus 19 Nationen im Heidedorf lebten, werde jede Hilfe benötigt, zum Beispiel, um „Willkommens-Pakete“ mit Kleidung und anderem zusammenzustellen, die den Betroffenen ausgehändigt würden, so Sigrid Bücker-Dowidat. „Wer Geschirr und Hausrat übrig hat, kann dieses im Oberstübchen abgeben. Kleidung, Bettwäsche und Decken nehmen die Helfer des Integrationskreises in der Kleiderkammer an. Auch Möbel werden gebraucht. Hier gibt die Gemeinde Auskunft“, erklärte sie.

Insbesondere würden aber ehrenamtliche Helfer gesucht, appellierte Sigrid Bücker-Dowidat an die Ausschussmitglieder, dies weiterzusagen. Die Freiwilligen aus der Kleiderkammer, die an jedem ersten Montag im Monat von 15 bis 17.30 Uhr geöffnet sei, seien aufgrund der großen Nachfrage stark gefordert. Auch andere Institutionen bräuchten dringend Unterstützung.

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