„Das sollte dem Kreis die Gemeinde wert sein“
Schnellbusstrecke: SPD schlägt Alternative vor

Ladbergen -

Eine geplante Linienänderung für den Schnellbus S50 der RVM schlägt bei den Betroffenen hohe Wellen. Die Ladberger SPD hat sich Gedanken über eine alternative Streckenführung gemacht.

Donnerstag, 12.11.2015, 06:11 Uhr

Der Ladberger Haushalt, der Breitbandausbau und die geplante Umstellung des RVM-Fahrplanes waren Themen einer politischen Diskussionsrunde, zu der sich die Mitglieder der SPD Ladbergen im Fair-Trade-Café „kaupen & küeden bi’n Afrouper“ getroffen hatten.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, ist „der Breitbandausbau ein sehr wichtiger Standortfaktor für Ladbergen“. Auch, wenn die Notwendigkeit in einigen Haushalten noch nicht gesehen werde, könne sich dies kurzfristig ändern. „Dann ist es zu spät“, so die SPD. „Wir appellieren an alle Bürger, sich bei der Nachfragebündelung der Teutel GmbH zu beteiligen“, erläutert Ratsmitglied Sascha Gläser .

Die geplanten Änderungen der Linienführung des Schnellbusses S 50 (WN berichteten) wurden intensiv diskutiert. Die Genossen hätten in einer Sitzung des Umweltausschusses am 5. November den Eindruck gewonnen, dass die Haltestelle „Abzweig Grevener Straße“ wohl nicht zu retten sei. „Also gilt es, Alternativen zu erarbeiten“, so Ausschussmitglied Christoph Korte.

„Ein Zubringerbus aus der Dorfmitte zum Flughafen sei keine wirkliche Option, da es „sehr schwierig“ sein werde, eine in Aussicht gestellte Anschlussgarantie zu gewährleisten, glauben die Sozialdemokraten. „Die Verkehrssituation auf der A 1, die von dem Zubringerbus X  150 befahren wird, ist aufgrund der andauernden Baustellen mehr als schwierig“, ergänzte der Parteivorsitzende Klaus Buddemeier.

Im Rahmen des Meinungsaustausches der Politiker wurde eine weitere mögliche Alternative diskutiert: Der Schnellbus S 50, aus Saerbeck kommend, könnte anstatt direkt auf den Zubringer zum Flughafen Münster-Osnabrück abzubiegen zunächst bis zum Espenhof fahren, anschließend im dortigen Kreisverkehr wenden und dann den FMO ansteuern, glauben die Genossen. „Der Aufwand beträgt nach meinen Messungen 1,4 Kilometer beziehungsweise 90 Sekunden je Weg“, so der Fraktionsvorsitzende Thomas Kötterheinrich. „Das sollte dem Kreis Steinfurt die Gemeinde Ladbergen doch wohl wert sein.“

Die Bürger, so Kötterheinrich weiter, müssen dann nicht umsteigen und können sicher über den vom Ortskern zum Espenhof führenden Radweg die Bushaltestelle erreichen. Außerdem seien Parkmöglichkeiten am Espenhof vorhanden. „Das wäre eine nachhaltige Lösung zum Wohle der Pendler“, glaubt der Fraktionsvorsitzende.

In einem Gespräch mit dem Verantwortlichen der Regionalverkehr Münsterland (RVM), Michael Klüppels, sei ihm die Prüfung dieses Vorschlages zugesichert worden. Die endgültige Entscheidung treffe der Kreistag Steinfurt

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